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Bringt Fracking nur Gefahren?

Wann? 05.05.2013 14:00 Uhr

Wo? Burg Seevetal, Am Göhlenbach 11, 21218 Seevetal DE
Der Bundestagsabgeordnete Manuel Sarrazin informiert in Hittfeld über die Gefahren des Fracking (Foto: oh)
Seevetal: Burg Seevetal | kb. Hittfeld. Warum muss Fracking und die Schiefergasförderung verboten werden? Unter dieser Fragestellung findet am Sonntag, 5. Mai, um 14 Uhr im Veranstaltungszentrum Burg Seevetal in Hittfeld eine Infoveranstaltung statt. Auf Einladung der Grünen Kreisverband Harburg-Land diskutieren u.a. der Bundestagsabgeordnete Manuel Sarrazin (Grüne) und Energieexperte Jeffrey Michel über die Gefahren der umstrittenen Fracking-Methode.
"Fracking und Schiefergasförderung müssen verboten werden", fordert Gundi Hauptmüller, stv. Vorsitzende der Grünen im Ortsverband Seevetal. "Wir fordern die politischen Entscheidungsträger auf, die Subventionen für gefährliche und schmutzige Energieformen zu beenden und stattdessen in erneuerbare Energien zu investieren", so Hauptmüller.
Beim Fracking werden große Mengen Wasser, vermischt mit Sand und teils giftigen Chemikalien, tief ins Erdreich gepresst. Dadurch entstehen Risse im Gestein, aus denen Gas entweichen kann. Diese Methode ist höchst umstritten. Kritiker befürchten, große Risiken für die Umwelt wie z.B. die Verseuchung des Trinkwassers durch die eingesetzten Chemikalien.
Das Thema ist auch für den Landkreis Harburg brandaktuell. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Clausthal-Zellerfeld als zuständige Behörde hatte kürzlich den Unternehmen Blue Mountain Exploration und PRD Energy die Erlaubnis erteilt, auf dem Versuchsfeld Oldendorf nach Rohstoffen zu suchen. Das rund 850 Quadratkilometer große Areal erstreckt sich über Teile der Landkreise Harburg, Heidekreis und Lüneburg und umfasst Winsen, Stelle und Seevetal sowie die Samtgemeinden Elbmarsch, Salzhausen und Hanstedt.
Bei der Veranstaltung am 5. Mai in der Burg Seevetal soll nicht nur über die Gefahren von Fracking informiert werden, es steht auch die Gründung einer Bürgerinitiative an, um gegen die umstrittene Methode zu kämpfen.

Auch in Buchholz regt sich der Widerstand gegen das Fracking: Am Montag, 29. April, um 19.30 Uhr treffen sich Bürger auf Einladung des Runden Tisches für Natur-, Umwelt- und Tierschutz Buchholz im Landgasthof "Hohe Luft" in Buchholz-Steinbeck. Sie wollen eine ebenfalls eine Bürgerinitiative gründen, um Natur und Trinkwasser in der Nordheide vor Vergiftung und Verschmutzung durch Fracking zu schützen.