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Tipps rund um den Ferienjob

(kb). In knapp fünf Wochen beginnen in Niedersachsen die Sommerferien. Viele Schüler sind bereits jetzt auf der Suche nach einem Ferienjob, um das Taschengeld aufzubessern oder erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Doch nicht alle Jobs sind für Schüler erlaubt, denn der Erholungswert der Schulferien und die schulischen Leistungen sollen nicht darunter leiden. Das gilt es zu beachten:
Für einen Ferienjob müssen Jugendliche mindestens 15 Jahre alt sein. Als Ausnahme dürfen 13- und 14-Jährige mit Einwilligung der Eltern leichte Tätigkeiten übernehmen – allerdings nur für maximal zwei Stunden am Tag. Darunter fallen beispielsweise Zeitungen austragen, Babysitten oder kleinere Botengänge. Kinder unter 13 Jahren dürfen überhaupt nicht beschäftigt werden. Für sie sind auch Ferienjobs verboten.
Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren können pro Kalenderjahr in den Schulferien für maximal vier Wochen (entspricht 20 Arbeitstagen) eine Beschäftigung ausüben. An fünf Tagen in der Woche darf gearbeitet werden, allerdings nur zwischen 6 und 20 Uhr. Samstags und sonntags gilt für sie ein Arbeitsverbot. Ausnahmen gibt es nur für wenige Tätigkeiten, z. B. in der Gastronomie und im Krankenhaus.
Verboten sind gefährliche Arbeiten oder Arbeiten, die ihre Leistungsfähigkeit überschreiten oder sie in irgendeiner Form Unfallgefahren oder gesundheitlichen oder sittlichen Gefahren aussetzen. Ebenso verboten ist Akkordarbeit. Klar geregelt sind auch die Pausen: Diese müssen mindestens 30 Minuten bei einer täglichen Arbeitszeit von viereinhalb bis sechs Stunden und 60 Minuten bei einer täglichen Arbeitszeit von über sechs Stunden betragen.
Wie bei kurzfristigen Beschäftigungen (nicht mehr als zwei Monate oder 50 Arbeitstage im Jahr) sind Ferienjobs in der Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung versicherungsfrei. Beiträge für die Sozialversicherung müssen Schüler also nicht bezahlen. Eine Ausnahme bei der Sozialversicherung bildet die Unfallversicherung. Dort besteht auch für Ferienjobber Versicherungspflicht, denn die möglichen Folgen eines Arbeits- oder Wegeunfalls müssen abgesichert sein. Die Beiträge zahlt der Arbeitgeber.
Dient der Aushilfsjob zur Überbrückung der Zeit zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn, gelten die genannten Regeln nicht. Der Arbeitgeber muss den Jugendlichen dann wie jeden anderen Arbeitnehmer zur Sozialversicherung anmelden, erklärt Ralf Danker. Er empfiehlt grundsätzlich auch für Ferienjobs einen schriftlichen Vertrag zu schließen. Arbeitgeber müssen auch für Schüler Entgeltunterlagen führen, zu denen auch die Kopie der aktuellen Schulbescheinigung gehört: „So kann bei späteren Betriebsprüfungen die Schülereigenschaft nachgewiesen werden.“
Übrigens: Der Mindestlohn gilt nicht für Jugendliche unter 18 Jahren.