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"Sport ist eine Lebenseinstellung"

Alle Geehrten auf einen Blick: das Voltigier-Team Timeloh Hof, Volleyballerin Katharina Pape und Judoka Thomas Freese (Foto: bim)
 
Die Einzelsportler des Jahres: Katharina Pape und Thomas Freese (Foto: cc)

Katharina Pape, Thomas Freese, Team Timeloh Hof: WOCHENBLATT ehrte in Hittfeld die "Sportler des Jahres"

(os). Ein Tag ohne Sport ist für Katharina Pape (26) ein verlorener Tag. „Sport ist für mich eine Lebenseinstellung. Da bekommt man herrlich den Kopf frei“, sagte die WOCHENBLATT-Sportlerin des Jahres 2014 am Donnerstagabend bei der Ehrung der Besten in Hittfeld. Die Volleyballerin des TSV Stelle hatte sich bei der Wahl mit deutlichem Vorsprung durchgesetzt. Als Sportler des Jahres wurde Judoka Thomas Freese ausgezeichnet, als Mannschaft des Jahres das Voltigier-Team Timeloh Hof.
Mehr als 30 Sportler, Eltern und Trainer sorgten bei der Siegerehrung für tolle Stimmung und angeregte Gespräche im Hotel „Zur Linde“ in Hittfeld.
„Unser Antrieb ist es nicht, nur die besten oder schnellsten Sportler zu ehren, sondern auch ihr Auftreten in der Öffentlichkeit zu berücksichtigen“, betonte WOCHENBLATT-Geschäftsführer Stephan Schrader in seiner Begrüßung. Er hob die Bedeutung des Sports für die Kameradschaft und die soziale Kompetenz hervor.
Aus beruflichen Gründen hat Katharina Pape den Hochleistungssport an den Nagel gehängt. Den Schritt zurück vom Volleyball-Bundesligisten Aurubis Hamburg zum Landesligisten TSV Stelle hat die angehende Anwältin für Seehandelsrecht nicht bereut. „Ich fühle mich beim TSV außerordentlich wohl. Ich bin super aufgenommen worden und fühle mich wie in einer großen Familie“, sagt die 1,82 Meter große Universalangreiferin. Manchmal, gibt „Kathi“ zu, muss sie sich zusammenreißen, um auf dem Spielfeld nicht aus der Haut zu fahren. So wie beim vorletzten Spiel, als die Schiedsrichterin einen Schmetterball von Pape als „Aus“ wertete und zugab, er sei schlichtweg zu schnell für sie gewesen.
Auch der Sportler des Jahres, Thomas Freese (41), zieht viel Kraft aus seinem Sport. „Es ist ein herrliches Gefühl, wenn man sich im Training oder auf der Matte voll ausgepowert hat“, sagt der Judoka, der in der Königsklasse, dem Schwergewicht über 100 kg, antritt. Auch wenn der Sport manchmal martialisch aussehe, sei der Respekt vor dem Gegner das oberste Gebot. Das bringe er auch dem Judo-Nachwuchs des MTV Ramelsloh bei, sagte Freese. Einen großen Anteil am Erfolg von Freese, der 2014 Europameister der Altersklasse 40 bis 44 Jahre sowie WM-Dritter wurde, hat Trainer Harold Hellwig. „Ich vertraue ihm blind“, sagt Thomas Freese. Auch wenn Hellwig seinen Schützling manchmal richtig trietzt. „Wenn man nach dem Training in den Liegestütz fällt und sein Körpergewicht halten kann, hat man nicht genug getan“, sagt Hellwig schmunzelnd.
Die ausgeprägte Kameradschaft und das gegenseitige Vertrauen ist das große Plus des Voltigierteams Timeloh Hof, dem Turnerinnen aus Ashausen,

Stelle, Winsen und Lüneburg angehören. „Voltigieren ist viel mehr als Turnen auf dem Pferd“, betonte Trainerin Barbara Rosiny. Es gebe kaum einen vielseitigeren Sport. Tanz, Akrobatik, Körperbeherrschung und nicht zuletzt der Umgang mit dem Pferd „Dark Beluga“ seien wichtige Komponenten, gerade in der S-Klasse, in der das Team mittlerweile unterwegs ist. Übrigens: Voltigieren kann von Mädchen und Jungen betrieben werden. Bislang sind beim Timeloh Hof nur Power-Mädchen im Einsatz. „Interessierte Jungen sind uns immer willkommen“, sagte Trainerin Rosiny.