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"Betriebe sind die Bewerber": Ausbildungsbörse in Buchholz

Volker Lütjens (re.) und Henri Krüger von der Firma Feldbinder waren sehr zufrieden mit der Resonanz auf der Ausbildungsbörse
 
Informierten über Ausbildungsberufe im Pflegebereich (v. li.) Eva Samulevitsch, Maximilan Horn, Diana Pliwischkies und Natalie Sinelnikov vom Ambulanten Hauspflegedienst
kb. Buchholz. Wer auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz ist oder sich einfach über die verschiedenen Möglichkeiten der beruflichen Ausbildung informieren wollte, der war am Samstag bei der Ausbildungsbörse von der Arbeitsagentur und Jobcenter in der Buchholzer Empore richtig. Über 40 Unternehmen aus der Region präsentierten sich vor Ort. Zum zweiten Mal mit dabei war das Unternehmen Feldbinder aus Winsen. "Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz", berichtete Volker Lütjens, im Unternehmen u.a. für die gewerbliche Ausbildung zuständig. Feldbinder stellt Spezialfahrzeuge her und bildet u.a. Fahrzeugbaumechaniker aus, auch für dieses Jahr werden noch Azubis gesucht. "Es wird tatsächlich immer schwieriger, Auszubildende zu finden", so Volker Lütjens. "Man muss sich als Unternehmen zeigen, um die jungen Leute zu erreichen."
Das bestätigte auch Ole Bernatzki vom Ambulanten Hauspflege Dienst (AHD) mit Hauptsitz in Jesteburg. "Wenn man nicht präsent ist und was tut, wird die Azubi-Suche schwierig." Weniger Sorgen um den Nachwuchs muss man sich bei der Polizei machen, wie Johannes Voskors von der Polizeiinspektion in Buchholz bestätigte. Der Beruf des Polizisten erscheint vielen jungen Menschen attraktiv. Polizistin Linda Mossau weiß, weshalb: "Es ist einfach ein vielfältiger, abwechslungsreicher und spannender Beruf. Es wird nie langweilig." Auch der Wechsel zwischen Innen- und Außendienst macht ihr Spaß. Wer selber mit dem Gedanken spielt, zur Polizei zu gehen, sollte vor allem Lust haben, mit Menschen umzugehen, sagt Johannes Voskors. Außerdem empfiehlt er ein Praktikum, das inzwischen auf vielen Dienststellen möglich sei.
Abwechslungsreich und vielfältig, so sind auch die Optionen, die das Handwerk den angehenden Azubis bietet. "Wir bieten die ganze Bandbreite und wer gute Arbeit leistet und sich weiter qualifiziert hat tolle Aufstiegmöglichkeiten", ist Andreas Baier, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, überzeugt. Trotz der Attraktivität des Handwerks, auch Baier sieht die Notwendigkeit, dass sich Firmen gut präsentieren müssen, um Nachwuchs zu finden.
Auch das Jobcenter und die Bundesagentur für Arbeit waren auf der Ausbildungsbörse mit einem großen Stand vertreten, hier konnte man sich u.a. im Hinblick auf die richtige Berufswahl beraten lassen. Die sollte man nicht erst kurz vor dem Schulabschluss treffen, empfehlen die Experten von der Arbeitsagentur. "in der neunten Klasse sollte die Entscheidung gefallen sein", so Mario Steinke. Er empfiehlt den Jugendlichen, sich mit ihren Wünschen auseinanderzusetzen und dann zu schauen, welche beruflichen Möglichkeiten es gibt, um diese zu verwirklichen. "Wir raten auf jeden Fall auch zu Praktika, nicht nur im Rahmen der Schule, sondern auch auf freiwilliger Basis", so Steinke.
Auf großes Interesse stieß die Ausbildungsboerse auch bei den in der Region lebenden Flüchtlingen. Wichtigste Voraussetzung für sie einen Ausbildungsplatz zu finden, sind gute Deutschkenntnisse. Die wurden von vielen Unternehmen gelobt. "Es hat sich schon viel verbessert, im Gegensatz zum vergangenen Jahr konnten wir heute schon richtig gute Gespräche führen", sagte auch Andreas Baier.