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"Es geht um Wertschätzung": Cord Wöhlke über das Erfolgsrezept von Budnikowsky

Cord Wöhlke
kb. Seevetal. Seit fast 103 Jahren schreibt das Hamburger Familienunternehmen Budnikowsky Erfolgsgeschichte. Was mit einem kleinen Seifen-Spezialgeschäft am heutigen Schloßmühlendamm in Harburg begann, ist heute eine Drogeriekette mit rund 180 Filialen in der Metropolregion Hamburg. Doch was steckt hinter dem Erfolg des Unternehmens? Darüber sprach Budniskowsky-Geschäftsführer Cord Wöhlke jetzt auf dem Neujahrsempfang der Seevetaler Gewerbevereine und der Gemeinde. Sein Credo: "Es geht nicht nur ums Geld, es geht um Wertschätzung und Anerkennung."
Cord Wöhlke führt das Unternehmen seit 1979 in dritter Generation. Sein Vater heiratete in den 1960er Jahren die Tochter des Firmengründers Iwan Budnikowsky. In über 100 Jahren standen bisher nur drei Menschen an der Spitze des Unternehmens. "Das ist ein deutliches Zeichen für Kontinuität und Verlässlichkeit", so Wöhlke.
Budnis-Erfolgsstrategie sei relativ einfach. "An erster Stelle stehen die Kunden, an zweiter Stelle die Mitarbeiter und an dritter Stelle das Unternehmen", sagt Wöhlke. "Die Kunden sind unsere Arbeitgeber, wenn man das einmal begriffen hat, sieht man vieles anders", meint der Firmenchef. Aber auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter ist für ihn ein wesentlicher Teil des Erfolgs. "Wir begreifen uns als große Familie, unsere Mitarbeiter sollen gerne zur Arbeit gehen und müssen einen Sinn in ihrem Handeln finden", so Wöhlke. Wenn jemand z.B. länger krank sei, bekäme er eine Karte mit Genesungswünschen, Jubiläen würden ebenso gefeiert wie bestandene Prüfungen von Auszubildenden. "Für viele mag das 'Sozial-Klimbim" sein, aber wir nehmen uns für solche Dinge Zeit, weil wir es wichtig finden", so Wöhlke, dem 2009 das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde.
Frühzeitig hat Budnikowsky auf gesellschaftliche Trends reagiert, schon vor 15 Jahren wurden Bio-Produkte eingeführt und Umwelt-Partnerschaften eingegangen. Budnikowsky engagiert sich in zahlreichen sozialen und kulturellen Projekten, kooperiert mit Schulen und setzt sich für nachhaltigen Konsum und die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein. "Eine gute Unternehmenskultur ist auch eine Form, sich auf dem Markt zu differenzieren", meint Wöhlke.
Natürlich ist auch bei Budnikowsky nicht alles eitel Sonnenschein. "Auch wir stehen unter Druck", sagt Wöhlke. "Aber wir versuchen, uns selber treu zu bleiben."