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IHK-Konjunktur-Umfrage: Wirtschaft dämpft Erwartungen

(kb). Mehr als 90 Prozent der Betriebe beurteilen die derzeitige Geschäftslage als gut, dennoch ging der Konjunkturklimaindex, der sich aus den Bewertungen von rund 300 Unternehmen zur Geschäftslage und den Erwartungen für die kommenden zwölf Monate zusammensetzt, von 117 auf 114 Punkte zurück. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunktur-Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg.
Dafür, dass sich die Erwartungen der Betriebe für die kommenden zwölf Monate deutlich eingetrübt haben, sieht IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert mehrere Gründe: "Aktuell drücken viele Aspekte auf die Euphorie-Bremse, wie beispielsweise die Unsicherheiten um wichtige Auslandsmärkte in Folge des Brexit, der US-Wahl und der weltpolitischen Situation insgesamt." Abzuwarten bliebe, inwieweit sich die bislang gefühlten Risiken auch tatsächlich auf die Entwicklung der Wirtschaft auswirken würden. Erstmals seit zwei Jahren ist der Anteil der Unternehmen, die eine rückläufige Entwicklung erwarten, größer als der Anteil mit positiven Prognosen. Zwei Drittel der Betriebe gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus.
Optimismus herrscht einzig im Baugewerbe, das seine Erwartungen mit Blick auf das neue Jahr erhöht hat - hier stieg der Indexwert von 120 auf 127. In der Industrie (von 121 auf 113), im Einzelhandel (Indexwert unverändert 117), Großhandel (von 125 auf 121) und im Dienstleitungsgewerbe (von 123 auf 114) stehen einer guten aktuellen Geschäftslage eher pessimistische Erwartungen gegenüber.