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Landkreis führt "Maisdeckel" ein: Biogas soll ökologisch verträglicher produziert werden

Der neue "Maisdeckel" soll u.a. verhindern, dass sich die Maisanbaufläche im Landkreis noch weiter vergrößert (Foto: archiv)
(kb). Gute Nachricht im Hinblick auf die Förderung einer ökologisch verträglicheren Biogas-Produktion: Wie Bernd Wenzel, Vorsitzender der Naturfreunde Nordheide, jetzt mitteilt, schließt der Landkreis Harburg für die Belieferung seiner Gebäude mit Energie aus Biogas künftig nur noch Verträge ab, die einen Maisanteil von maximal 40 Prozent vorsehen. Damit gehe der Landkreis auf eine jahrelange Forderung der Naturfreunde Nordheide ein, so Wenzel.
"Dieser neue 'Maisdeckel' ist dringend nötig", erklärt Bernd Wenzel. Seit Abschluss der ersten Biogas-Lieferverträge des Landkreises ohne diese Deckelung, habe sich die Maisanbaufläche im Landkreis Harburg um fast zehn Prozent auf 9.400 Hektar vergrößert. Ziel der neuen Liefervertrags-Politik des Landkreises sei es, anstelle von Mais einen gesünderen Biomasse-Mix aus Waldrestholz, Grünschnitt, Ernterückständen, tierischen Exkrementen und Nebenprodukten der Lebensmittelproduktion zu fördern.
Dass es nicht immer leicht ist, einen Energielieferanten zu finden, der den "Maisdeckel" von 40 Prozent garantieren kann, zeigte sich jetzt beim Bau der neuen Oberschule in Jesteburg. Weil kein Biogaserzeuger einen solchen Liefervertrag unterschreiben wollte, wird die Oberschule künftig mit Erdgas versorgt.