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+++ Update+++ Stade: Feuer in historischer Altstadt

+++Update+++ Am Mittwochmorgen muss der Zug 1 der Stader Feuerwehr zu Nachlöscharbeiten erneut an dem Baudenkmal im "Cosmaekirchhof 2" anrücken, um einen Schwelbrand im hinteren Bereich des Hauses zu löschen. Mehrere Bewohner standen vor dem Gebäude. Sie können vorerst nicht in ihre Wohnungen zurück, werden von der Stadt betreut. Die Polizei hat unterdessen die Schadenssumme auf mindestens 600.000 Euro korrigiert.

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bc. Stade. Großbrand in der historischen Stader Altstadt: In einer Wohnung eines Hauses an der Straße "Cosmaekirchhof" brach gegen 19.40 Uhr am Dienstagabend ein Feuer aus. Kurze Zeit später brannte auch die Nachbar-Wohnung und schließlich der komplette Dachstuhl. Die Flammen drohten in der dicht bebauten Altstadt auf umliegende Gebäude überzugreifen. Eine äußerst bedrohliche Situation.

Nach bisherigem Stand der polizeilichen Ermittlungen hatte eine Frau in der Küche ihrer Wohnung im zweiten Obergeschoss Essen zubereitet und dabei Öl in eine heiße Pfanne gegeben. Es kam zu einer Stichflamme, die sofort die Küche in Brand setzte. Die Frau konnte das Haus, in dem sich insgesamt sieben Wohnungen befinden, unverletzt verlassen.

Die Feuerwehr Stade rückte mit beiden Zügen und der Ortswehr Bützfleth sowie Bützflether Moor an. Sie verhinderte durch ihren schnellen Einsatz, dass sich das Feuer ausbreiten konnte. Insgesamt 170 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren an dem Einsatz beteiligt.

Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann trotz Brandhaube an den Ohren, eine Feuerwehrfrau erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und ein weiterer Feuerwehrmann verletzte sich am Fuß.

Ein Nachbar, der bei der Evakuierung des Gebäudes geholfen hatte, zog sich ebenfalls eine leichte Rauchvergiftung zu. Er kam ins Krankenhaus.

Alle 19 Bewohner des Hauses wurden untersucht, bevor sie mit Hilfe der Stadt Stade bei Bekannten oder im Hotel untergebracht werden konnten. Vorerst können sie nicht in ihre Wohnungen zurück.

Zwei Wohnungen in dem Haus wurden durch Feuer zerstört, mindestens eine bekam einen starken Wasserschaden durch Löschwasser ab, die anderen Wohnungen müssen noch geprüft werden.

Der Dachstuhl des Gebäudes wurde vollständig zerstört, der Gesamtschaden wird auf mindestens 300.000 Euro geschätzt.

Tatortermittler der Polizei haben die ersten Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Genaue Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet.

Polizeibeamte mussten die Straßen rund um den Brandort absperren und die Schaulustigen fernhalten, damit die Löscharbeiten ungehindert durchgeführt werden konnten. Falschparker behinderten die Zufahrt der Feuerwehrfahrzeuge zum Brandort in den engen Straßen der Altstadt.