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"Christian" beschert 500 Sturm-Einsätze im Landkreis Stade

Am frühen Nachmittag kam der Zug- und S-Bahn-Verkehr zum Erliegen (Foto: Polizei)

Orkan schlägt mit voller Wucht zu: Retter aller Feuerwehren im Kreis Stade alarmiert / Umgekippte Bäume und fliegende Dachziegel / Bahnverkehr lahmgelegt

tp. Stade. Der erste große Herbststurm "Christian" ist am Montag mit Windstärken bis zu 162 Stundenkilometer über Norddeutschland hinweggefegt. Die Sturmböen erreichten den Landkreis Stade ab 13.30 Uhr und hielten die Einsatzkräfte stundenlang in Atem. Die personelle Kapazität der Freiwilligen Feuerwehren und der Polizei war schnell erschöpft, sodass Straßenmeistereien, Bauhöfe und die Forstverwaltung zur Hilfe gerufen wurden, die bis in die späten Abendstunden umgekippte Bäume von Verkehrswegen räumten und andere Sturmschäden beseitigten. Der Bahnverkehr kam zum Erliegen. Verletzt wurde niemand.
Insgesamt schrillte im Kreis Stade der Alarmpieper zu 500 Einsätzen. Die Helfer waren vor allem damit beschäftigt, entwurzelte grüne Riesen, die in Gärten, auf Straßen, Häuser sowie auf fahrende und geparkte Autos gestürzt waren, zu beseitigen. In den Dörfern und Städten der Region wurden Reet- und Ziegeldächer abgedeckt, Dachpfannen flogen durch die Luft, Verkehrs- und Werbeschilder kippten um. Auch Baugerüste gerieten bedrohlich ins Wackeln. Für Bergungs- und Räumarbeiten mussten mehrere Straßen- und Gleisabschnitte voll gesperrt werden. Auf der Bahnstrecke Harburg-Cuxhaven blockierten an sieben Stellen umgeknickte Bäume den Zugverkehr. Stämme-Äste und Gestrüpp lagen auf Gleisen und die Oberleitungen, sodass ab dem frühen Nachmittag kein Zug mehr rollte.
Pendler aus Hamburg in Richtung Stade brauchten bis zu vier Stunden, um per Bus-Ersatzverkehrn ach Hause zu kommen.
• Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere Hunderttausend Euro.
• Verletzt wurde in den Kreisen Stade und Harburg niemand. Deutschlandweit forderte Sturm "Christian" mindestens fünf Tote.
• In der Altstadt von Stade trotzten zahlreiche Geschäftsleute mit Ordnungssinn den Unannehmlichkeiten des Sturms. Während das Unwetter tobte, fegten Verkäufer Blätter aus den Ladeneingängen. Doch kaum hatten sie einen Schub Laub auf der Schaufel, blies der Wind die Blätter wieder fort.
Der ersten Bericht mit Einsatzfotos von Feuerwehren lesen Sie hier