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Dauer-Stromausfall - was nun? Vier Landkreise und Polizei starteten gemeinsame Übung

(bc/nw). Mit einer achtstündigen Übung unter der Bezeichnung „Licht aus“ haben am vergangenen Samstag die vier Landkreise Stade, Harburg, Celle und Heidekreis unter Leitung der Polizeidirektion Lüneburg Maßnahmen für den Fall eines lang anhaltenden, großflächigen Stromausfalls geübt. In der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises Stade in Wiepenkathen waren über 50 Kräfte im Einsatz.

Neben Mitarbeitern des Landkreises Stade als Katastrophenschutzbehörde waren in die Übung auch Kräfte von Feuerwehren, Polizei, Bundeswehr und Hilfsorganisationen sowie weitere Fachberater eingebunden. Die zuständige Dezernentin des Landkreises Stade, Nicole Streitz, leitete die Stabsübung in Stade: „Im Szenario waren wir von einem Stromausfall unbekannter Ursache in Deutschland und den Nachbarstaaten ausgegangen, der am Freitagnachmittag begonnen hatte und sich über die Nacht auch auf den Sonnabend erstreckte“.

Zwar sind Einsatzzentralen und Kliniken mit Notstromaggregaten ausgestattet, doch stellt das Szenario allein aufgrund der extrem eingeschränkten Kommunikationsmöglichkeiten für den Katastrophenschutz eine besondere Herausforderung dar. Das öffentliche Telefonnetz ist nicht mehr nutzbar. Auch über Radio, Fernsehen oder Internet ist die Information der beunruhigten Bevölkerung nicht aufrecht zu erhalten.

Hinzu kommt, dass die Mobilität der Bevölkerung, aber eben auch der Einsatzkräfte im Falle eines lang anhaltenden Stromausfalls stark behindert ist. Heizungen und Wasserversorgung funktionieren möglicherweise nicht mehr, die Küche bleibt kalt. „Um so wichtiger ist, dass die Fachleute Übungen bewältigen, in denen es wie in diesem Beispiel um einen weiträumigen Stromausfall geht. Das schafft für den Ernstfall die notwendige Routine“, erklärte Landrat Michael Roesberg, als Leiter der Kreisverwaltung oberster Katastrophenschützer im Landkreis Stade.

Die Broschüre „Katastrophen - Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ liegt im Ordnungsamt des Stader Kreishauses (Am Sande 2) kostenlos aus. Sie kann auch unter www.landkreis-stade.de kostenlos herunter geladen werden (Suchbegriff „Notfall-Broschüre“).