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"Der Landkreis Stade ist ein sehr sicherer Ort zum Leben"

Detlef Meyer (li.) und Jens Eggersglüss
 
Die Aufklärungsquote ist im Landkreis Stade gestiegen, die Deliktquote gesunken (Foto: Polizei)

Stader Polizei legt Zahlen zur Kriminalitätslage 2012 auf den Tisch

sb. Stade. Im Gebiet der acht Landkreise umfassenden Polizeidirektion Lüneburg lebt es sich sicher, im Landkreis Stade sogar sehr sicher. Das ist da Resümee der Kriminalitätsstatistik 2012, die die Polizei diese Woche auf den Tisch gelegt hat.
Im Bereich der Polizeidirektion Lüneburg mit rund 1,25 Mio. Bürgern in den Landkreisen Stade, Harburg, Rotenburg/Wümme, Lüneburg, Uelzen, Lüchow-Dannenberg, Heidekreis und Celle wurden im vergangenen Jahr 2,88 Prozent weniger Straftaten registriert als im Jahr 2011. Die Anzahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner, die so genannte Häufigkeitszahl, konnte noch weiter gesenkt werden und weist nun den niedrigsten Wert auf Landesebene auf.

"Eine der sichersten Regionen in Niedersachsen"

"Damit ist der Arbeitsbereich der Polizeidirektion Lüneburg statistisch eine der sichersten Regionen in Niedersachsen", sagt Polizeipräsident Friedrich Niehörster.
Im Landreis Stade ist die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten seit dem Jahr 2009 kontinuierlich gesunken und erreichte 2012 mit 10.886 Taten den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Zudem freut sich Jens Eggersglüss, Polizeidirektor der Polizeiinspektion Stade, über eine hohe Aufklärungsquote: Der Rekordwert aus dem Jahr 2011 (61,19 Prozent) konnte in 2012 fast wieder erreicht werden (61,16 Prozent).

Buntmetall-Diebstähle treten vermehrt auf

Gestiegen sind im Landkreis Stade die Zahlen von Buntmetall-Diebstählen. "Aufgrund der steigenden Preise für Edelmetalle wurden vermehrt Kupferfallrohre und andere Metallgegenstände von Baustellen entwendet", sagt Eggersglüss. Die Anzahl der Fälle erhöhte sich von 163 auf 201 Taten, das ist ein Plus von 23 Prozent.
Besonders stolz ist Jens Eggersglüss auf die sinkenden Einbruchzahlen. "Gegen den landes- und bundesweiten Trend ging in unserem Kreis 2012 die Zahl der Wohnungseinbrüche zurück."

Gegen den Trend: Weniger Wohnungseinbrüche

Während sich in Niedersachsen die Anzahl der Taten um ca. 25 Prozent erhöhten, verzeichnet der Landkreis Stade eine Reduzierung um 8,74 Prozent. "Eine positive Entwicklung zeigte sich auch bei der Häufigkeitszahl der Wohnungseinbrüche im Kreis, also die Anzahl der Wohnungseinbrüche bezogen auf 100.000 Einwohner", rechnet Eggersglüss vor. "Der Wert liegt im Landkreis Stade bei 149,86, im Bereich der Polizeidirektion Lüneburg bei 218,62 und im Land Niedersachsen bei 184,47."
Insbesondere in der Region Harburg sei die Zahl der Wohnungseinbrüche im 2012 sprunghaft angestiegen, sagt Friedrich Niehörster. Der Polizeipräsident führt das u.a. auf den fertiggestellten Ausbau der Autobahn Richtung Bremen zurück. "Einbrecher bevorzugen Regionen mit schnellen An- und Abfahrtswegen", so Niehörster. Das sei ein Grund, warum die Zahlen im nördlichen Landkreis Stade so niedrig seien. "Der ist nach wie vor schwer zu erreichen."

Überwachungskameras und Sonder-Arbeitsgruppe

• Positiv vermerkt Eggersglüss auch den Rückgang bei Ladendiebstählen sowie Einbrüchen in Büro- und Lagerräumen im Kreis Stade. Hier wirke sich die Einstellung von Ladendetektiven und die Installation von Überwachungskameras positiv aus. Zudem konnten mehrere Serientäter ermittelt werden, die Aufklärungsquote stieg um vier Prozent.
• Gestiegen ist die Zahl der angezeigten leichten Körperverletzungen. "Das führen wir jedoch auf eine schrumpfende Dunkelziffer im Bereich der häuslichen Gewalt zurück", sagt Eggersglüss. Die Schamgrenze sei geringer geworden, körperliche Übergriffe in der Familie würden eher angezeigt.
• Zwar ist im Kreis Stade die Zahl von Fahrraddiebstählen weiterhin gestiegen (rund 1.000 Fälle pro Jahr), die Einrichtung einer Fahrrad-Arbeitsgruppe habe sich jedoch bewährt. "Die Aufklärungsquote ist in den vergangenen drei Jahren um das Dreieinhalbfahce gestiegen und liegt jetzt bei 24 Prozent", sagt Eggersglüss.