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Die Zahl der Opfer im Landkreis Stade sinkt

Präsentierten die Statistik (v. li.): Polizeidirektor Jens Eggersglüß, Robert Schlimm, Sachbearbeiter Verkehr, sowie Brigitte Voss und Winfried Stöhr aus der Polizei-Abteilung Verkehr
 
Unfall im Dezember in Grundoldendorf: Das Auto prallte mit voller Wucht gegen einen Baum. Der junge Fahrer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen (Foto: Polizei Stade)

Verkehrsunfall-Bilanz 2013: 142 Menschen schwer und 673 leicht verletzt / Zwölf Tote im Kreis Stade

tp. Stade. Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Stade ist rückläufig. Laut Unfall-Jahresstatistik 2013, die die Polizei jetzt vorlegte, wurden bei 3.907 Unfällen 142 Menschen schwer und 673 leicht verletzt. Im Vorjahr waren es bei 4.049 Unfällen noch 148 Schwer- und 747 Leichtverletzte. Die Zahl der Todesopfer stagniert: Wie im Vorjahr verloren zwölf Menschen ihr Leben auf den Straßen des Landkreises.

In trauriger Erinnerung bleiben den Rettern der Unfall bei Grundoldendorf, bei dem im Dezember ein 20-Jähriger aus Buxtehude starb, und der in Jork, bei dem im August zwei junge Männer (17 und 20) ihren Verletzungen erlagen. Die Retter litten zum Teil so stark unter den Geschehnissen, dass sie von Seelsorgern betreut werden mussten.

Bei den tödlichen Unfällen prallte acht Mal ein Pkw gegen einen Baum. "Sehr häufig war die unangepasste Geschwindigkeit Ursache für den Crash", sagte Robert Schlimm, Sachbearbeiter Verkehr, der die Unfallbilanz kürzlich in einem Pressegespräch präsentierte.

Weitere Fakten zum Unfallgeschehen 2013:

Zwei Drittel der Unfälle ereigneten sich innerorts.

Bei den Fahranfängern (bis 24 Jahre) sanken die Unfallzahlen. Mit 881 Unfällen (22,5 Prozent) ist diese Altersgruppe überdurchschnittlich oft an den Unfällen beteiligt. In drei Viertel der Fälle waren die jungen Fahrer die Unfallverursacher. 21 Mal waren junge Männer bei Verkehrsunfällen alkoholisiert, und zwei Mal standen sie unter Drogeneinfluss.

Die Senioren (ab 65) waren 678 mal an Unfällen beteiligt (13 weniger als im Vorjahr). In dieser Altersgruppe liegen die Unfallursachen häufig in Fehlern beim Wenden, Abstandhalten und Vorfahrtgewähren.

Bei 23 Unfällen wurde der Führerschein eingezogen.

An 83 Unfällen waren Kinder beteiligt. Mit sechs Schwer- und 68 Leichtverletzten ist die Zahl der Unfälle mit Kindern leicht rückläufig. Es gab keine toten Kinder zu beklagen.

Die Zahl der Motorradunfälle stieg um sieben auf 135. Eine Kradfahrerin kam unverschuldet bei Wischhafen ums Leben, als ihr ein Geländewagen die Vorfahrt nahm. Es gab 34 schwer- und 62 leicht verletzte Biker.

Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern ging von 203 auf 181 zurück.

Demografisch bedingt rechnet die Polizei mit einem steigenden Anteil der Unfälle mit den bei Senioren beliebten Elektro-Fahrrädern (Pedelecs). 2013 wurden sechs Unfälle mit Pedelecs gemeldet. In fünf Fällen waren die Fahrer zwischen 60 und 70 Jahren alt.

Die Unfälle mit Fußgängern sind um 16 auf 66 zurück gegangen. Zehn Fußgänger erlitten schwere Verletzungen, 46 wurden leicht verletzt. Zwei der Unfälle gingen tödlich aus.

Die Wildunfälle sanken drastisch von 762 auf 595.

Die Zahl der Unfallfluchten steigt kontinuierlich. Robert Schlimm: "Mittlerweile enden jährlich fast 1.000 Unfälle mit der Flucht des Verursachers."

Bei der Unfallbekämpfung setzt die Polizei weiter auf Tempokontrollen - auch zu ungewöhnlichen Zeiten. Zudem empfehlt die Polizei den Kommunen, an Straßen statt Bäumen vermehrt Sträucher zu pflanzen und Fahrbahnränder zu markieren.