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Feuerwehrmänner üben in Stade den Ernstfall

Insgesamt 16 Personen mussten bei der Übung aus den brennenden Gebäuden gerettet werden (Foto: Braun)
am. Stade. Ein brennender Hof mit vermissten Personen, ein im Wasser liegender Pkw und ein eingeklemmter Radfahrer - Diesen inszenierten Notfällen mussten sich am vergangenen Wochenende 130 Einsatzkräfte der Feuerwehren des Südkreises Stade stellen. Auf dem Hof Bockhorst in Stade fand eine große Feuerwehr-Kreisbereitschaftsübung statt.
Für die Brandschützer wurden mehrere Einsatzszenarien vorbereitet: In einigen Gebäuden wurde ein Großbrand simuliert, bei dem Personen vermisst wurden. Hier wurde mit Kunstnebel, Puppen und lebenden Darstellern eine wirklichkeitsnahe Situation simuliert. Unter schwerem Atemschutz bekämpften die Feuerwehrleute den inszenierten Brand und retteten 16 Personen. Die Wasserversorgung wurde über zwei Schlauchleitungen sichergestellt, die jeweils etwa 800 Meter von der nächsten Wasserstelle zum Einsatzort gelegt werden mussten.
Die technischen Einheiten waren bei Unfallsimulationen mit Pkw gefordert: Ein Auto mit vier Verletzten war halb im Wasser versunken, ein weiteres Auto hochkant zwischen zwei Bäumen eingeklemmt. Zudem steckte ein Radfahrer unter einem Traktorreifen fest. Die Unfallfahrzeuge mussten gesichert und die Verletzten befreit werden. "Das waren für die Feuerwehrleute durchaus anspruchsvolle Aufgaben", sagt Feuerwehrsprecher Stefan Braun. "Dennoch, die Übung verlief sehr erfolgreich, kleine Verbesserungen wurden in einer Nachbesprechung thematisiert."
Im Landkreis Stade gibt es zwei Feuerwehrbereitschaften, deren Personal und Material aus den Städten und Gemeinden des jeweiligen Bereichs zusammengestellt sind. Dazu kommt dann Spezialgerät der Kreisfeuerwehr. Die Zusammenstellung der Einheiten gewährleistet zum einen die Einsatzfähigkeit der Bereitschaften, zum anderen den Erhalt des Brandschutzes in den Heimatgemeinden. Eingesetzt werden diese Feuerwehrbereitschaften zur Unterstützung und Ablösung bei Großschadenslagen und Katastrophen in anderen Landkreisen oder Bundesländern.