Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Gefahrgut aus Tankkesselwagen auf dem Stader Güterbahnhof ausgelaufen

Zu einem Tankkesselwagen, aus dem am Stader Güterbahnhof chemische Substanzen ausliefen, wurden am Donnerstagabend Feuerwehr und Polizei gerufen (Foto: Polizei)

Polizei und Feuerwehr am Donnerstagabend im Großeinsatz


ab. Stade. Eine Leck an einem mit Gefahrgut beladenem Tankkesselwagen sorgte am Donnerstagabend gegen kurz vor 22 Uhr für einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr am Stader Güterbahnhof. Es war eine geringe Menge der krebserregenden chemischen Substanz Epichlorhydrin, das u. a. zur Herstellunge von Glycerin und Epoxidharz verwendet wird, ausgelaufen. Laut Polizeiangaben habe bei dieser gering ausgetretenen Menge zu keiner Zeit Gefahr für die Bevölkerung bestanden. Die Bahnstrecke war drei Stunden lang gesperrt.

Der betroffene Kesselwagen wurde vom Güterzug abgetrennt und untersucht. Dabei stellte die Feuerwehr fest, dass eine beschädigte Dichtung an einem Deckel das Auslaufen des Gefahrguts verursacht hatte. Die Feuerwehr konnte den Fehler direkt beheben.

Ein aufmerksamer Lokführer hatte das Leck an dem Tankwagen, der beim Chemiekonzern DOW befüllt worden war, während einer Kontrolle bemerkt und sofort gemeldet. Daraufhin wurde die Bahnstrecke zwischen Horneburg und Stade für den gesamten Bahnverkehr gesperrt und ein Busersatzverkehr eingerichtet. Aus Sicherheitsgründen wurde auch der Bahnhof Stade für eine Stunde abgeriegelt. Züge aus Richtung Cuxhaven kommend durften anschließend wieder bis Stade fahren.

Gut 100 Einsatzkräfte waren zum Güterbahnhof ausgerückt, darunter auch die Mess- und Umweltgruppe des Umweltzuges der Kreisfeuerwehr und die Gruppe Bahnerdung der Ortswehren Horneburg und Dollern. Die Werkfeuerwehr DOW-Chemical wurde ebenfalls alarmiert. Vor Ort waren auch Notfallmanager der Deutschen Bahn.

Der betroffene Kesselwagen kam zu weiteren Untersuchungen zurück in das Stader Industriegebiet. Gegen 1.20 Uhr wurde der Bahnverkehr wieder aufgenommen.