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Katze mit Steakmesser in der Kehle in Stade gefunden

Tote Tigerkatze in der Gosse (Foto: Robl privat)

Tierhilfe vermutet makaberen Scherz

tp. Stade. "Wer tut so etwas Schreckliches?", fragt Tierfreund Rafael Robl (45) aus Stade, nachdem er am Mittwoch, 31. August, gegen 4.30 Uhr am Straßenrand eine getötete Katze mit einen Messer in der Kehle fand. Offenbar ein makaberer Scherz, denn nach WOCHENBLATT-Recherchen kam das Tier vermutlich durch einen Autounfall ums Leben.

Das Fell von Blut verklebt, die Augen seltsam verdreht, die Pfoten vom leblosen Körper gestreckt: Die rotbraune Tigerkatze lag in der Gosse der viel befahrenen Harburger Straße. Im Hals stecke noch das spitze Steakmesser mit dem schwarzen Kunststoffgrif", sagt Rafael Robl. Neben der Tierquälerei klagt er die Achtlosigkeit des Täters an: Wie hätten wohl die Schul- und Kindergartenkinder reagiert, die täglich an der Straße entlang gehen? Robl informierte die Polizei, die den Kadaver rechtzeitig beiseite räumte. Nicht zuletzt tue ihm der Besitzer Leid, für den die Samtpfote womöglich ein "Familienmitglied" war.

"Das muss Tierquälerei nach dem Tod gewesen sein", sagt Katharina Grimm (34) vom Verein Tierhilfe Stade. Denn: Gemeinsam mit der Vorsitzenden Beate Dowson hatte sie die tote Katze bereits Stunden zuvor auf dem Grünstreifen entdeckt, als sie sich gegen Mitternacht in einer benachbarten Laubenkolonie um streunende Katzen kümmerte. Zu dem Zeitpunkt sei der tote Tierkörper bereits steif gewesen. Die Tierschützerinnen gingen davon aus, dass die Katze vor ein Auto gelaufen war und sich tödliche Schädelverletzungen zuzog. Davon zeuge die Blutung aus dem Maul.
Demzufolge muss der Täter der Katze, deren Halter unbekannt ist, nachträglich das Steakmesser in die Kehle gesteckt und sie in den Rinnstein gelegt haben.

Die Polizei verdächtigt eine Gruppe von vier Jugendlichen (12 bis 17 Jahre), die in der Nacht randalierend durch die Stadt zogen und diverse Straftaten begingen. Um die genaue Todesursache zu klären, wurde die tote Katze inzwischen zum Veterinäruntersuchungsamt nach Oldenburg gebracht.