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Kutenholzer Unfallfahrer verurteilt

Der Angeklagte musste sich vor dem Landgericht Stade Verantworten (Foto: am)
Fünf Jahre und drei Monate Freiheitsstrafe wegen versuchtem Totschlag

am. Stade. Das Landgericht Stade hat einen 30-jährigen Kutenholzer, der im April dieses Jahres zwischen Kutenholz und Fredenbeck absichtlich gegen einen Baum gefahren war und dabei seine Beifahrerin lebensgefährlich verletzte, zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Zudem muss er seinen Führerschein für mindestens zwei Jahre abgeben. Ihm werden versuchter Totschlag, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.
Das Gericht schenkte der Geschichte der Beifahrerin Glauben, nach der der Angeklagte beide umbringen wollte, nachdem sie sich von ihm getrennt hatte.
Der Verteidiger plädierte hingegen auf gefährliche Körperverletzung und eine Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren auf Bewährung. Er stellte am letzten Verhandlungstag den Antrag, den Haftbefehl aufzuheben.
Sein Mandant hatte dem Gericht eine komplett andere Version der Beweggründe für den von ihm verursachten Unfall vorgelegt. Er hatte erklärt, dass seine Beifahrerin ihn zu dem Unfall angestiftet habe. Sie habe eine Versicherungsprämie kassieren wollen. Er selbst habe zu keiner Zeit den Tod der Beifahrerin gewollt.
Laut Auffassung der Anwältin der Beifahrerin fiel das Urteil zu mild aus. Sie hielt bis zum Schluss eine Verurteilung wegen versuchten Mordes für angemessen.