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Mehr Autos - mehr Crashs

Schwerer Unfall im Mai 2014 auf den Bundesstraße 73 bei Stade (Foto: Polizei Stade)

Polizei im Landkreis Stade legt neue Statistik vor: Zahl der Verkehrsunfälle von 3.907 auf 4.105 gestiegen

tp. Stade. Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis Stade ist drastisch angestiegen. Laut aktueller Verkehrsunfallstatistik 2014, die die Polizei jetzt präsentierte, nahm Zahl der Unfälle von 3.907 im Vorjahr auf 4.105 zu. Als Hauptgrund nennt die Polizei die Zunahme an Autos auf den Straßen im Kreisgebiet: Im Jahr 2014 wurden 3.000 Kraftfahrzeuge mehr als im Vorjahreszeitraum zugelassen.

Ein leichter Anstieg verzeichnet die Verkehrspolizei bei den Unfallopfern: 144 Personen verletzen sich schwer und 735 leicht. Elf Menschen starben. Im Vorjahr gab es zwölf Todesopfer.

Während die Zahl der tödlichen Unfälle seit dem Jahr 2000, in dem noch 32 Unfallbeteiligte ihren Verletzungen erlagen, - mit Schwankungen - stetig sank, erreichte im selben Zeitraum die absolute Zahl der Verkehrsunfälle im vergangenen Jahr ihren traurigen Rekord. 2001 war das Jahr mit den wenigsten Unfällen (3.586).
Fahranfänger sind nach wie vor besonders gefährdet. Knapp 22 Prozent der Beteiligten stammt aus der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen. Keiner der Unfälle verlief jedoch tödlich.

Bei den in Verkehrsunfälle verwickelten Senioren (ab 65 Jahre) stieg die Zahl um 120 auf 798 an. Im März 2014 kam ein 85-jähriger Fahrer eines Elektrorades nach dem Zusammenstoß mit einem Pkw in Fredenbeck ums Leben.

Die Polizei zählte im vergangenen Jahr 73 Unfälle mit Kindern (bis 14 Jahre) - zehn weniger als im Vorjahr. Ein Kind starb. Es gab 17 Schulweg-Unfälle mit neun leicht- und einem schwerverletzten Kind.

Es ereigneten sich vier Motorradunfälle weniger als im Vorjahr. Zwei Biker wurden tödlich verletzt.

Radfahrer waren in 194 Unfälle verwickelt, 13 mehr als im Vorjahr. Zwei Radler starben.

Die Verkehrsunfälle mit Fußgängern stieg von 66 auf 72 leicht an. Zwei Fußgänger wurden tödlich verletzt.

Bei 98 Unfällen fuhren Verkehrsteilnehmer gegen einen Baum (Vorjahr: 130).

Die Zahl der Wildunfälle stieg von 595 auf 675.

Die Zahl der Unfallfluchten steigt kontinuierlich auf eine Rekordmarke von 1.064 Fällen.

Haupt-Unfallursachen sind nach wie vor zu dichtes Auffahren, überhöhte Geschwindigkeit, falsches Abbiegen, Wenden, und Rückwärtsfahren. Fehler beim Überholen machen drei Prozent der Unfallursachen aus, bei zwei Prozent der Crashs war Alkohol im Spiel.