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Mercedes rast in Bremervörder Eisdiele - zwei Menschen sterben

Der Mercedes kombi steckte bis zum Heck im Verkaufsfenster der Eisdiele (Foto: Polizei Rotenburg)

Junge (2) und Senior (65) tot / Einsatzkräfte aus dem Landkreis Stade vor Ort / Unfallfahrerin (59) liegt im Elbe-Klinikum / Polizei ordnet Bluttest an

tp. Bremervörde. Auto rast ungebremst in Eisdiele - zwei Tote, viele Verletzte! Diese Schreckensmeldung aus Bremervörde im Landkreis Rotenburg verbreitete sich über soziale Netzwerke blitzschnell in den Landkreis Stade. Im Elbe-Klinikum in Stade liegt die Verursacherin (59) des schlimmsten Verkehrsunfalls in der Geschichte Bremervördes, bei dem ein Senior (65†) und ein kleiner Junge (2†) ums Leben kamen. Unter den mehr als 60 Helfern waren auch Rotkreuz-Rettungskräfte aus Himmelpforten und Bargstedt.

Am heißen Sonntagnachmittag herrschte vor und in der Eisdiele „Pinocchio“, die ihre Räume an der Hauptverkehrsstraße Neue Straße in der Innenstadt hat, Hochbetrieb, als gegen 17.30 Uhr die Fahrerin eines Mercedes Kombi in das Verkaufsfenster des Lokals raste. Warum die Frau, die aus einer Nebenstraße kam, geradeaus in das Eislokal fuhr, statt abzubiegen, ist offen.

Gerüchte, die 59-Jährige sei alkoholisiert gewesen, will der Rotenburger Polizei-Pressesprecher Heiner van der Werp gegenüber dem WOCHENBLATT noch nicht bestätigen. Ob ein gesundheitliches Problem Ursache des Unglücks gewesen ist, soll auch die Untersuchung des Blutes der Frau auf Medikamente und Alkohol klären. Die Untersuchungen der Gutachter zu den technischen Hintergründen des Unfalls dauern an.

Neben der Unfallfahrerin wurde auch die Mutter (25) des toten Kleinkindes schwer verletzt. Sie wurde mit einem Hubschrauber in eine Hamburger Unfallklinik gebracht und schwebt laut Polizeisprecher van der Werp nicht mehr in Lebensgefahr. Leicht verletzt wurde der Vater des Jungen. Er wird im Rotenburger Krankenhaus behandelt.
Die Bremervörder Polizei geht von sechs weiteren leicht verletzen Menschen aus, unter ihnen der Inhaber des Lokals (48) und zwei Angestellte (beide 23).

Das Unfallfahrzeug, das bis zum Heck im Tresenbereich der Eisdiele steckte, wurde am späten Abend aus den Trümmern des Cafés gezogen. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch unklar.


Die Region ist geschockt

Der Gehsteig vor dem Eisfacé ist mittlerweile mit Blumen übersät, zwischen Herzen, Teddybären und brennenden Kerzen liegen selbstgemalte Bilder und Trauerkarten: Eine ganze Region steht unter Schock.