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Missbrauch von Kindern: Kein Freispruch nach Berufungsprozess

lt. Stade. Der Hamburger Spitzenverteidiger und Star-Anwalt Johann Schwenn hat es nicht geschafft, einen Freispruch für seinen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilten Mandanten zu erzielen. Am Ende des Berufungsprozesses vor dem Stader Landgericht (das WOCHENBLATT berichtete) wurde der ehemalige Fußballtrainer (38) des VfL Stade jetzt zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und vier Monaten verurteilt.
Weil der Angeklagte die Taten bestreitet, mussten die Kinder erneut vor Gericht aussagen.
Der 38-Jährige hat nun die Möglichkeit, binnen einer Woche Revision gegen das Urteil einzulegen. Dann könnte es zu einer weiteren Verhandlung kommen.
Wie berichtet, hatte das Amtsgericht Stade den Mann, der als 1-Euro-Jobber beim VfL Stade tätig war, zuvor wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in vier Fällen sowie des versuchten sexuellen Missbrauchs von Kindern in zwei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und elf Monaten verurteilt.
Das Amtsgericht Stade hatte es als erwiesen angesehen, dass der 38-Jährige im Jahr 2011 vier Mädchen unsittlich berührte. Mit einem Opfer war er demnach im Anschluss an ein Fußballtraining in einem Geräteschuppen. Dort forderte der Mann das Mädchen auf, sich auszuziehen und streichelte sie und auch sich selbst.
Gegenüber zwei weiteren Mädchen soll der Ex-Trainer sich als Arzt ausgegeben haben, um sie in einem Massageraum auf dem Gelände des VfL Stade "untersuchen und abtasten" zu können. Die Mädchen mussten sich dafür ausziehen.
In einem vierten Fall soll der Beschuldigte einem Mädchen während des Turnunterrichts vor den Augen ihrer Freundin die Hose und die Unterhose heruntergezogen haben.