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Natronlauge in die Nordsee eingeleitet

bc. Stade. Am Freitag hat die Wasserschutzpolizei Stade ein unter maltesischer Flagge fahrendes Chemikalientankschiff im Seehafen Stade auf die Einhaltung von internationalen Meeresumweltschutzvorschriften hin kontrolliert.

Bei den Ermittlungen an Bord stellten die Beamten fest, dass das Schiff am Mittwoch und Donnerstag eine so genannte Verklappungsfahrt in der Deutschen Bucht durchgeführt hat. Zunächst hatte das Schiff im Seehafen einen Teil seiner Ladung erhalten. Dann stellte der Versender der Ladung in Stade fest, dass diese von Tankrückständen des Schiffes verunreinigt wurde. Das Beladen wurde gestoppt und das Schiff musste die verunreinigte Ladung an Bord zwischenlagern. Bei der anschließenden Reinigung der Tanks fielen 429 Liter Rückstände reiner Natronlauge an, die vom Schiff unerlaubt in einem Bereich von 30 bis 40 Seemeilen nordwestlich von Helgoland in die Nordsee eingeleitet wurden.

Die Chemikalie hat in Tidegewässern eine toxische Wirkung und gilt als wassergefährdender Stoff. Zur Sicherung des Strafverfahrens mussten von dem türkischen Kapitän (33) und dem Leitenden Offizier (27) eine Gesamtsicherheit in Höhe von 8.800 Euro erbracht werden. Bei den Beschuldigten handelt es sich um türkische Staatsangehörige.