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"Null Ahnung" vom Importgeschäft: Buchholzer Unternehmer "schmuggelt" Probierstrümpfe ins Land

lt. Stade. Der Import von Probierstrümpfen aus Hongkong ist einem Unternehmer (70) aus Buchholz zum Verhängnis geworden. Der Geschäftsführer einer Vertriebsfirma für den Schuh- und Textilhandel muss sich derzeit wegen gewerbsmäßigen Schmuggels vor dem Stader Landgericht verantworten. Er soll zwischen Anfang 2007 und Frühjahr 2010 in 34 Fällen Einfuhrabgaben an den Zoll hinterzogen haben. Seine Steuerschulden belaufen sich auf ca. 170.000 Euro.
Vor Gericht gab der Angeklagte zu, dass er "null Ahnung vom Importgeschäft" gehabt, sich aber aufgrund des hohen Preisdrucks seiner Großkunden aus der Schuhbranche trotzdem für den Kauf der Strümpfe aus Asien entschieden habe. "Ich bin einfach dumm gewesen", so der Unternehmer. Er habe nicht vorsätzlich gehandelt, sondern aus Zeitmangel und Unwissenheit Fehler bei der Abrechnung nicht erkannt.
Ins Gefängnis muss der Geschäftsmann voraussichtlich nicht. Weil er die Vorwürfe zugebe und bisher nie steuerrechtlich in Erscheinung getreten sei, werde die Kammer eine Freiheitsstrafe von höchstens zwei Jahren auf Bewährung sowie eine Geldstrafe verhängen, so der Richter. Im Vorfeld hatte es bereits Gespräche zwischen dem Angeklagten, dessen Verteidiger, dem Gericht und der Staatsanwaltschaft gegeben.