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Patient verletzt Schwester mit Schere

lt. Stade. Ein dramatischer Zwischenfall ereignete sich in der vergangenen Woche im Elbe Klinikum Stade. Ein offenbar psychisch gestörter Mann stach mit einer Schere auf eine Krankenschwester ein. Die Frau ist inzwischen auf dem Weg der Besserung und kann voraussichtlich noch diese Woche entlassen werden, so Betriebsleiter Hans-Hermann Kruck.
Der Patient war am Dienstagabend eingeliefert worden und stand unter Medikamenteneinfluss. Er schubste zunächst zwei Schwestern weg, die ihm Blut abnehmen wollten, zertrümmerte eine Fensterscheibe und flüchtete aus dem Gebäude. Klinikmitarbeiter und Polizeibeamte fanden den Mann schließlich auf dem Klinikgelände und brachten ihn zurück.
Da der Betroffene bei seiner Rückkehr einen ruhigen Eindruck machte, sei auf besondere Sicherheitsmaßnahmen verzichtet worden, so Kruck. Was dann geschah, sei nicht vorherzusehen gewesen.
Als der Patient erneut für eine Blutentnahme vorbereitet wurde, griff er plötzlich eine Schere und stach damit auf die Schwester und sich selbst ein. Kollegen, die die Hilfeschreie der Frau hörten, eilten sofort zu Hilfe. Der Patient hatte sich bereits selbst außer Gefecht gesetzt.
Sowohl die Krankenschwester als auch andere Klinikmitarbeiter befinden sich jetzt in psychologischer Betreuung, so Kruck. Der psychisch gestörte Mann soll voraussichtlich noch heute in ein anderes Krankenhaus verlegt werden.
Im Elbe Klinikum werde nun darüber diskutiert, die Sicherheitsmaßnahmen zu verschärfen, so Kruck. Vorstellbar sei, dass künftig jeder Mitarbeiter einen Notrufknopf am Körper trage.
Dass ein Patient derart gewalttätig werde, sei bisher noch nie vorgekommen, so Kruck.