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Raser-Prozess: Urteil steht bevor

Nach neuem Gutachten: epileptischer Anfall wird ausgeschlossen

tp. Stade. In der Gerichtsverhandlung um den tragischen Unfall, bei dem im vergangenen November bei Fredenbeck ein junges Mädchen (14) sowie zwei junge Männer (16) starben (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach), wurde am vergangenen Mittwoch die Beweisaufnahme abgeschlossen. Nun steht das Urteil gegen den heute 19-jährigen Fahrer bevor.
Kernfrage des Prozesses war, ob der Fahrer, den mehrere Zeugen als Raser beschrieben, bei dem Unglück zu schnell fuhr oder ob gesundheitliche Probleme oder technische Mängel am Unfallwagen, einem VW Golf, den Unfallhergang beeinflusst haben könnten. Dazu wurde bei der Verhandlung am 5. Juni vom Gericht erneut ein Gutachten bestellt, das nun präsentiert wurde. Es bestätigt die vorangegangene Expertise in weiten Teilen. Laut dem jetzigen Sachverständigen ist das Unfallfahrzeug mit mindestens 97 km/h gegen den Baum geprallt. Demnach muss das Tempo des Fahrzeugs kurz vor dem Unfall mindestens 110 km/h betragen haben. Und: Laut dem Gutachter hat der Unfallfahrer eine Lenkbewegung ausgeführt. Ein von dem Verteidiger ins Spiel gebrachter möglicher epileptischer Anfall könne damit ausgeschlossen werden.
• Prozessfortführung ist am Dienstag, 16. Juli.