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Schaden bei Cessna-Notlandnung gering / Ursache für Leistungsabfall wird geprüft

Auf dem Weg zum Stader Flugplatz: Die Straße musste für die Cessna gesperrt werden (Foto: Polizei)
am. Eine Situation, die wohl auch geübten Piloten die Schweißperlen auf die Stirn treibt: Bei einem Ausflug mit einem Flugzeug der Firma Cessna am vergangenen Samstag lässt in rund 600 Metern Höhe plötzlich die Leistung der Maschine nach. Der Pilot aus Stade (54) versucht noch den Flugplatz in Stade-Ottenbeck zu erreichen, doch die Maschine versagt schon vorher ihren Gehorsam. Auf einer Wiese neben der K 30 muss der Pilot den Zweisitzer mit einer Geschwindigkeit von rund 90 Stundenkilometern notlanden.
Der Pilot, der Mitglied im Aeroclub Elbe Weser Karlshöfen ist, war mit einem Passagier auf dem Flugplatz in Karlshöfen in der Nähe von Gnarrenburg gestartet, um sich eigentlich Hamburg von oben anzuschauen, schaffte es aber nur bis nach Stade.
„Die Landung war eine fliegerisch starke Leistung“, sagt Lars Durske, Vorsitzender des Aeroclub. Das Flugzeug ist Eigentum des Flugzeug-Vereins. Der Pilot habe in dieser brenzligen Situation die Nerven behalten und alles richtig gemacht. Es sei nur ein geringer Schaden entstanden.
Dabei hätte die Panne auch ganz anders ausgehen können. „Es bestand die Gefahr, dass sich das Flugzeug bei der Landung auf dem weichen Untergrund überschlägt“, so Durske. Nach einem kurzen Schock gehe es Pilot und Passagier aber gut.
Uwe Lutz, Pressesprecher des Flugplatzes Stade, erklärt, warum es so schwierig ist, ein Flugzeug mit Maschinenschaden zu landen: „Wenn der Motor ausfällt, kann der Sinkflug nicht verzögert werden.“ Der Pilot könne dann nur lenken und mit dem Winkel zum Boden die Geschwindigkeit beeinflussen. Unterschreitet er eine bestimmte sichere Geschwindigkeit, sinke das Flugzeug unkontrolliert zu Boden.
Die Polizei hatte am Sonntag kurzfristig die K 30 gesperrt, um das Flugzeug zum Stader Flugplatz zu bringen. Jetzt wartet die Cessna C 150 auf die Untersuchung der Sachverständigen. Die sollen herausfinden, was genau für den Leistungsverlust verantwortlich war.

Mehr dazu im Beitrag: Meisterleistung des Piloten