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"Sie hat mich dazu überredet"/ Kutenholzer wehrt sich gegen Anklage

Der Angeklagte wehrt sich gegen die Vorwürfe und beschuldigt seine Beifahrerin (Foto: am)
am. Stade. War es versuchter Mord oder doch nur ein versuchter Versicherungsbetrug? Mit dem Fall eines Autounfalls auf der K70 bei Kutenholz beschäftigt sich seit Freitag die 13. Große Strafkammer des Stader Landgerichts. Ein Kutenholzer ist im April dieses Jahres nach einem Überholmanöver mit seinem Pkw gegen einen Baum gerast. Dabei wurde seine Mitfahrerin lebensgefährlich verletzt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm nun versuchten Mord vor.
Er soll beabsichtigt haben aufgrund eines Beziehungsproblems sein und das Leben der Beifahrerin zu beenden. Bei dem Prozessauftakt präsentierte der Angeklagte jedoch eine komplett andere Geschichte: Ja, er habe den Unfall absichtlich herbeigeführt, die Bremervörderin habe ihn jedoch dazu angestiftet, weil sie die Versicherungsprämie kassieren wollte. "Ich wollte sie nicht umbringen. Es ging die ganze Zeit nur um das Geld", so der Kutenholzer "Sie hat mich zu dem Unfall überredet." Der Angeklagte bezeichnet die Bremervörderin als kriminell und skrupellos. Nach dem Unfall habe sie dann falsch gegen ihn ausgesagt.
Er habe mit der Beifahrerin in keiner festen Beziehung gelebt. Kontakt hätte nur bestanden, wenn sie Geld oder Drogen gebraucht hatte. "Sie hat meine Gutmütigkeit ausgenutzt. Es war ihr egal, ob ich ins Gefängnis komme."
Laut eigener Aussage standen der Angeklagte und seine Beifahrerin zum Zeitpunkt des Unfalls unter Alkoholeinfluss und waren tabletten- sowie drogenabhängig.
Am Abend vor dem Unfall hätten er und die Beifahrerin Kokain und Alkohol konsumiert. Am Morgen hätten sie wiederum hochprozentigen Alkohol getrunken. Dann soll die Beifahrerin die Idee des Versicherungsbetruges gehabt haben. "Sie hat gesagt, je mehr Verletzungen wir haben, desto mehr Geld bekommen wir." Mit dem Versprechen auf ein neues gemeinsames Leben und Oralverkehr während der Autofahrt soll sie den Angeklagten zum Unfall überredet haben, als dieser zögerte.
Dieser Version widerspricht allerdings eine SMS, die der Angeklagte am Abend vor dem Unfall an seine Schwester geschickt hat. "Ich mache meinem Leben ein Ende", so der Wortlaut. Die Schwester hatte die Selbstmorddrohung bei der Polizei gemeldet. "Ich habe das nur so geschrieben", und "Meine Schwester steckt doch mit ihr unter einer Decke", lauten die Erklärungen des Angeklagten. Die Selbstmordversuche nach dem Unfall im Krankenhaus seien nur vorgetäuscht gewesen, um an Tabletten zu kommen.
Weitere Unstimmigkeiten, wie etwa das Gutachten der Bremslichter des Unfallfahrzeuges, ließen Zweifel am geschilderten Unfallablauf.
• Der Prozess wird am Freitag, 2. Oktober, um 9 Uhr vor dem Landesgericht fortgesetzt.
Am Abend vor dem Unfall hätten er und die Beifahrerin Koks und Alkohol konsumiert. Am Morgen hätten sie wiederum hochprozentigen Alkohol konsumiert Dann soll die Beifahrerin die Idee des Versicherungsbetruges gehabt haben. "Sie hat gesagt, je mehr Verletzungen wir haben, desto mehr Geld bekommen wir." Mit dem Versprechen auf ein neues gemeinsames Leben und Oralverkehr während der Autofahrt soll sie den Angeklagten zum Unfall überredet haben, als dieser zögerte.
Dieser Version widerspricht allerdings eine SMS, die der Angeklagte am Abend vor dem Unfall an seine Schwester geschickt hat. "Ich mache meinem Leben ein Ende", so der Wortlaut. Die Schwester hatte die Selbstmorddrohung bei der Polizei gemeldet. "Ich habe das nur so geschrieben." und "Meine Schwester steckt doch mit ihr unter einer Decke," lauten die Erklärungen des Angeklagten. Die Selbstmordversuche nach dem Unfall im Krankenhaus seien nur vorgetäuscht gewesen, um an die Tabletten Oxycodon zu kommen.
Weitere Unstimmigkeiten, wie etwa das Gutachten der Bremslichter des Unfallfahrzeuges, ließen Zweifel am geschilderten Unfallablauf.
Der Prozess wird am Freitag, 2. Oktober, um 9 Uhr fortgesetzt.