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Sie wollte sich trennen: Mann ersticht in Steinkirchen seine Freundin

Die junge Frau wohnte in einer gepflegten Doppelhaushälfte

(am). "Das Glück fliegt. Wer's fängt, der hat's", steht auf dem Türschild einer Doppelhaushälfte in einer ruhigen Wohnstraße in Steinkirchen. Nur wenige Zentimeter daneben klebt ein gelbes Polizeisiegel an der Tür, das von der schrecklichen Tat zeugt: Ein junger Mann (28) hat seine Freundin (26) nach einem Streit mit mehreren Messerstichen getötet (das WOCHENBLATT berichtete).

Was sich am Dienstagabend genau abgespielt ha

t, ist bislang unbekannt. Der Streit, der der tödlichen Messerattacke vorausging, wurde von niemandem gehört. Nach bislang unbestätigten Angaben soll das Paar erst wenige Monate zusammen gewesen sein. Die Frau, so wird spekuliert, wollte sich von ihrem Freund trennen.
Der mutmaßliche Täter (28) flüchtete zunächst mit dem Auto seiner Freundin und offenbarte sich telefonisch seiner Familie, die daraufhin die Polizei verständigte. Der Notarzt konnte die Frau aber nicht mehr retten. Nach WOCHENBLATT-Informationen soll der 28-Jährige in dem Telefonat angekündigt haben, sich umzubringen. Bevor es soweit kam, stellte er sich am Mittwochabend der Polizei in Schiffdorf bei Bremerhaven.

Aus Ermittlerkreisen heißt es, der Mann aus dem Raum Helmstedt sei bereits wegen Drogendelikten auffällig geworden. Er sitzt in U-Haft und schweigt bislang.
Direkt nebenan in der zweiten Doppelhaushälfte wohnt die Mutter der Getöteten. Sie habe für ihre Tochter, die vor rund zwei Jahren wieder nach Steinkirchen gezogen sei, gerade erst den Garten gestaltet und die Auffahrt pflastern lassen, berichten Nachbarn.

Auch die Menschen in Steinkirchen sind schockiert. Denn das Paar sei nie in irgendeiner Weise aufgefallen. "Wir haben die beiden manchmal beim Spaziergang mit dem Hund getroffen", sagt eine Nachbarin. "Man hat sich gegrüßt." Auch der Mann habe einen ganz normalen Eindruck gemacht.
Sonja Zinke, Bürgermeisterin von Steinkirchen, die in der selben Straße wie das Opfer wohnt, fühlt mit der Familie. "Es ist schon schlimm, wenn man solche Taten im Fernsehen sieht, aber wenn es in der Nachbarschaft passiert, dann berührt es einen doch noch ganz anders."