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Stader wegen versuchten Totschlags vor Gericht

am. Stade. Das Landgericht Stade eröffnete am vergangenen Freitag den Prozess gegen einen 53-Jährigen, der im Dezember 2015 seinen Mitbewohner (62) angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben soll, nachdem ein Streit um die Lautstärke des Fernsehers eskaliert war.
Dem Angeklagten wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Der Vorsitzende Richter Matthias Bähre verlas die Anklage: Der Beschuldigte habe sein Gegenüber zunächst mit Fausthieben und einer Küchenwaage geschlagen und ihm dabei unter anderem eine Rippe und ein Schulterblatt gebrochen. Danach soll der 53-Jährige sein Opfer mit einem Messer am Hals verletzt haben. Mit einem Kissen, so der Richter, habe er versucht seinen Kontrahenten zu ersticken und damit seinen Tod billigend in Kauf genommen. Nur durch das Eingreifen der Polizei, die von einem Nachbarn alarmiert worden war, konnte der Angeklagte daran gehindert werden, seinen Mitbewohner zu töten.
Seit der Tat sitzt der Angeklagte in der Justizvollzugsanstalt in Bremervörde. Er teilte dem Gericht mit, sich bereits schriftlich bei seinem Opfer entschuldigt zu haben.
Da der zuständige Sachverständige bei dem Termin nicht anwesend sein konnte, kam es nur zur Verlesung der Anklage. Die Aussagen des Beschuldigten wurde auf Donnerstag, 16. Juni, 9.15 Uhr, verschoben. Bei diesem Termin werden zudem mehrere Zeugen vernommen. Neuere Entwicklungen im Prozess lesen sie in der nächsten Ausgabe Ihres WOCHENBLATT.