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Stader wegen versuchten Totschlags zu fünf Jahren Haft verurteilt

Der 56-jährige Stader muss seine Strafe nun in Haft verbüßen (Foto: am)
am. Stade. Der 56-jährige Stader, der im Dezember 2015 seinen Mitbewohner mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt hatte (das WOCHENBLATT berichtete), muss für fünf Jahre in Haft. Er wurde wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verurteilt. In dem Prozess vor dem Landgericht Stade waren die entscheidenden Fragen, ob der Stader mit Vorsatz versucht hatte, seinen Mitbewohner zu töten. Ein psychiatrischer Gutachter hatte dem Alkoholiker eine Bewusstseinsstörung attestiert.
Während sich die Staatsanwaltschaft hinter die Verteidigerin stellte - diese forderte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten - sah der Vorsitzende Richter die Tötungsabsicht als erwiesen. "Sie sind mit höchster Brutalität vorgegangen und haben den Tod des Opfers billigend in Kauf genommen", so der Richter. Als mildernde Umstände erkannte das Gericht dennoch unter anderem eine verminderte Schuldfähigkeit und die Tatsache, dass für das Opfer zu keiner Zeit in Lebensgefahr bestanden habe, an.