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Suff und Nasenbruch

Diese bunte Mannschaft hatte Spaß in Drochtersen (Foto: ig)

Vatertag: Polizei leitete 15 Ermittlungsverfahren ein

tp. Stade. Tausende Wanderer mit Bollerwagen haben am Donnerstag den Vatertag begossen. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei hatten alle Hände voll zu tun, um an den Feten-Brennpunkten im Landkreis Stade Auseinandersetzungen zwischen Volltrunkenen zu schlichten, Verletzte zu versorgen und Brände zu löschen. Die Polizei leitete 15 Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Diebstahl ein. Laut Polizeisprecher Rainer Bohmbach waren rund die Hälfte der gut 3.000 Vatertagsausflügler junge, zum Teil stark alkoholisierte Frauen.

Insgesamt verlief der Himmelfahrtstag ruhiger als in den Vorjahren, was die Polizei auch auf den Ausfall der Zeltdisco in Kakerbeck zurückführt. Dennoch waren viele Dorfbewohner auf einen Vandalen-Ansturm vorbereitet und hatten ihre Vorgärten mit Bauzäunen abgesperrt.

An der Oste-Fähre in Gräpel mit rund 1.000 Besuchern gab es Verkehrsbehinderungen durch Betrunkene, die über die Straßen liefen. Gegen 19.30 Uhr gerieten Feiernde in eine größere gewaltsame Auseinandersetzung. Die Polizei beruhigte die Situation durch Platzverweise.

Beim Fußball-Kreispokalendspiel mit 800 Zuschauern in Stade lieferten sich betrunkene Fans eine Massenschlägerei, bei der eine Person einen Nasenbruch erlitt. Gegen 21.30 Uhr erteilte die Polizei 75 Platzverweise an Zuschauer, die das Gelände nicht verlassen wollten.

Am Lüheanleger in Grünendeich mussten die Ordnungshüter einzelne der 500 Besucher wegen "leicht erhitzter Stimmung" beruhigen.

Auf Krautsand, wo die Polizei 500 Wanderer zählte, torkelten Betrunkene über die Fahrbahn. Das "Open Air"-Fest in Wischhafen mit ca. 500 Gästen verlief friedlich.

Vielerorts lag Müll am Wegrand, Chaoten rissen Leitpfähle und Verkehrsschilder aus dem Boden. Gegen 22 Uhr stand in Lühe-Wisch ein Dixi-Klo in Flammen.