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Tod nach brutalem Raubüberfall

am. Stade-Bützfleth.Die Brutalität, mit der die Einbrecher vorgegangen sein müssen, erschüttert den ganzen Ort: Der 79-jährige Fruchtgroßhändler und HSV-Gesellschafter aus Stade-Bützfleth soll laut Aussagen von Nachbarn schwach und gehbehindert gewesen sein, dennoch gingen die maskierten Täter mit brutaler Gewalt vor, als sie den Senior und seine 73-jährige Ehefrau in ihrem Einfamilienhaus im Mühlenweg überfielen. Der regional bekannte HSV-Investor verstarb zwei Tage später an den Folgen seiner Verletzungen.
Die Polizei geht jetzt davon aus, dass drei Täter an dem Überfall beteiligt waren. Zwei der bisher unbekannten Räuber klingelten am Freitagabend zwischen 20 Uhr und 21 Uhr an der Haustür. Als die Ehefrau die Tür öffnete, wurde sie sofort durch einen der Täter angegriffen und geschlagen.
Der Unbekannte forderte die Herausgabe von Bargeld und hielt die Frau fest, während der zweite Täter ins Haus eindrang und den Ehemann ebenfalls unter seine Kontrolle brachte.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand konnten die Räuber mehrere Tausend Euro Bargeld sowie einige Schmuckgegenstände erbeuten. Zeugen haben beobachtet, wie die beiden Täter anschließend zu Fuß in den Flethweg gegangen sind. Dort wartete eine dritte Person in einem dunklen Auto.Das Räuber-Trio floh mit dem Wagen in Richtung Ortsmitte.
Der 79-Jährige musste nach der Erstversorgung durch den alarmierten Rettungsdienst anschließend ins Elbeklinikum Stade eingeliefert werden, wo sich sein Zustand erheblich verschlechterte und er trotz aller Bemühungen der Ärzte nicht gerettet werden konnte. Auch seine Ehefrau wurde bei dem Raub verletzt und erlitt einen schweren Schock. Sie hatte trotz ihrer Verletzungen den Notruf alarmieren können.
Eine 30-köpfige Mordkommission hat die Ermittlungen wegen Raubmordes aufgenommen. Die Daten der Spurensicherung werden noch ausgewertet.
Die Söhne des verstorbenen Unternehmers sollen laut Nachbarn zur Tatzeit verreist gewesen sein, einer der beiden auf einem Kreuzfahrtschiff. Während eines Landgangs erfuhren er und seine Ehefrau von dem tragischen Vorfall und reisten sofort nach Stade zurück.
„Wir sind alle sehr betroffen“, sagt Ortsbürgermeister Sönke Hartlef. „Wir trauern mit der Familie.“ Es habe sich bereits Angst und ein Gefühl der Unsicherheit im Ort ausgebreitet. „Es ist unbegreiflich, wie man so mit wehrlosen, alten Menschen umgehen kann.“
Der Unternehmer sei bescheiden gewesen, so Hartlef, habe seinen Reichtum nicht offen nach Außen getragen. Das Einfamilienhaus, das er mit seiner Ehefrau bewohnte, war gepflegt aber unauffällig.
Die Polizei ist auf die Hinweise von Zeugen angewiesen - bitte an die Polizeiinspektion Stade unter Tel. 04141-102215.