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Wasserschutzpolizei Stade deckt Umweltdelikt auf

tk. Stade. Die Wasserschutzpolizei Stade hat am Mittwoch bei der Kontrolle eines Chemietankers im Stader Hafen, der unter maltesischer Flagge fährt, ein Umweltdelikt festgestellt. Bei der routinemäßigen Kontrolle der Ladungstagebücher stellte sich heraus, dass im Mittelmeer, und zwar im Golf von Cadiz, 1.000 Liter Chemikalien ins Meer geleitet wurden. Der Grund war die Reinigung der Chemietanks.

Gegen den Kapitän (40) und seinen Ersten Offizier (39) wurden Strafanzeigen gefertigt. Dagegen protestierten die Besatzung und die norwegische Reederei. Grund ihres Widerspruchs: Das deutsche Recht ist strenger als die Bestimmungen in vielen anderen Ländern.

Das Einleiten von Chemie ins Meer ist unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Zum Beispiel dann, wenn ein Schiff von einem Hafen zu seinem nächsten Bestimmungsort fährt, Abstand vom Land und Wassertiefe ausreichend sind. Das war in diesem Fall nicht gegeben. Der Chemietanker ist nur zum Reinigen aus dem Hafen gefahren und anschließend wieder zurück.

Die Strafanzeige wird von der Staatsanwaltschaft Hamburg nach Spanien weitergeleitet. Ob es tatsächlich zu einem Verfahren kommt, ist völlig offen.