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Wohnungseinbrecher vor Gericht

lt. Stade. Sie hebelten zwischen April und August 2012 tagsüber Terrassentüren und Fenster auf, um aus Häusern und Wohnungen in den Landkreisen Harburg und Stade Geld, Schmuck, Computer oder Kameras zu stehlen. Jetzt stehen Bosko N. (31) und Sasa D. (25) in Stade wegen Bandendiebstahls vor Gericht.
Die Männer aus Hamburg, die beide aus Serbien stammen, haben am ersten Verhandlungstag Geständnisse abgelegt. Zuvor hatten sich Verteidiger, Richter, Schöffen und der Staatsanwalt zu einer längeren Beratung außerhalb der Hauptverhandlung zurückgezogen, um das Verfahren zu beschleunigen.
Ergebnis: Bosko N., der an rund zehn Taten beteiligt war, muss im Falle eines Schuldspruchs für mindestens zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis. Sasa D., der an weniger Taten als sein Komplize beteiligt war, muss mit einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr und drei Monaten rechnen.
In seiner Einlassung erklärte Bosko N., er bereue seine Taten. Viel zu spüren war davon während der Verhandlung allerdings nicht. Er und Sasa D. schienen bester Laune zu sein und konnten sich häufig das Lachen nicht verkneifen.
Statt der angesetzten fünf weiteren Verhandlungstage sind nun voraussichtlich nur noch zwei weitere Verhandlungstage bis zu einem Urteilsspruch nötig.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist laut Kriminalitätsstatistik im Landkreis Harburg 2012 sprunghaft (von 634 in 2011 auf 857 in 2012) angestiegen (das WOCHENBLATT berichtete). Im Landkreis Stade sind die Zahlen hingegen rückläufig. Hier zählte die Polizei nur 296 Taten, das sind 43 weniger als in 2011.