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Absolut nichts für Höhenangsthasen

Christina Reimann sucht Ehrenamtliche, die Touristen auf den Turm begleiten
bc. Stade. Eines der schönsten Gotteshäuser an der Niederelbe steht mitten in der Stader Altstadt: die viele Jahrhunderte alte St. Cosmae-Kirche. Nachdem die Aussichtsplattform vier Jahre lang aufgrund von Sicherheitsmängeln geschlossen war, wurde sie 2013 nach einer umfangreichen Modernisierung - u.a. wurde eine feuerfeste Brandschutzkabine im Turm gebaut und ein zweiter Rettungsweg geschaffen - wieder für die Öffentlichkeit freigegeben. Jetzt aber plagen die Cosmae-Turmführer andere Sorgen. „Wir haben Nachwuchsprobleme“, sagt Koordinatorin Christina Reimann.

24 lizensierte Führer gibt es, aber nur wenige davon sind aktiv. „Das reicht nicht“, so Reimann. Gerade in der Urlaubszeit sei es schwierig, genügend Ehrenamtliche zu finden, die am Wochenende Lust haben, Touristen und Einheimische auf den Turm zu begleiten.

Dabei gibt es wohl kaum einen schöneren Arbeitsplatz in Stade. Die sogenannte Laterne - die Aussichtsplattform - befindet sich in einer Höhe von 36 Metern. Der Lohn für den steilen Aufstieg (183 Stufen) ist ein herrlicher Blick über die Altstadtdächer bis nach Hamburg.

Vorkenntnisse für den Turmführer-Job sind nicht nötig. „Ein durchschnittliches Maß Fitness und Freude am Kontakt mit Menschen reichen aus. Höhenangst und Herzprobleme wären allerdings ein Ausschlussgrund“, sagt Christina Reimann.

• Wer Interesse hat und mehr wissen möchte, erfährt alles Weitere bei ihr unter Tel. 04141-86299 oder per E-Mail an christina-reimann@ewetel.net

• Bei Interesse an Turmführungen: www.stade-tourismus.de oder direkt bei Christina Reimann

Einmalig in Norddeutschland


Der St. Cosmae-Kirchturm befindet sich über der sogenannten Vierung und damit in der Mitte der Kirche - eine höchst seltene Bauweise, einmalig in Norddeutschland. Der Turm hat eine Gesamthöhe von 65 Metern. Die achteckige Form des Turms stammt nachweislich aus dem 15. Jahrhundert. Manche Historiker datieren den Baubeginn zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Am 26. Mai 1659 fiel die Kirche dem großen Stadtbrand zum Opfer, der Turm brach zusammen. Die Glocken stürzten in die Kirche und zerbarsten. Zwei Jahre danach konnte in der restaurierten Kirche wieder gepredigt werden.