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"Alt und Neu stehen sich nicht im Wege"

Leser-Meinung: Moderne und historische Architektur könne sich ergänzen

tp. Stade. "Ich kenne Stade noch aus den 1950er Jahren und bin beeindruckt über den Fortschritt über die Sanierung der historischen Gebäude", sagt WOCHENBLATT-Leser Chrisrian Faasch, Architekt im Ruhestand, nach dem Artikel "Das Sterben der Haus-Dinos" über das allmähliche Verschwinden historischer norddeutscher Bausubstanz am Beispiel des Abrisses eines denkmalgeschützen Hauses zugunsten eines Naubaus an der Hökerstraße. Den Einwand vieler Kritiker, die Altstadt verliere zunehmend ihren gemütlichen Charme, teilt Faasch nur bedingt.
Faasch: "Nach sechs Jahren Neubürgerschaft in Stade ist es für mich immer noch ein Erlebnis, durch die Straßen der Altstadt zu schlendern - ein Genuss!" Der von den Stadtplanern und Architekten erreichte Sanierungsstand diene dem Tourismus, dem Handel und der Gastronomie.
Für die Zukunft wünscht sich Faasch, dass das gegenwärtige Konzept "Rückbau und Neuaufbau der Giebel so fortgesetzt wird wie bisher im Zweifel mit einer Beratung durch Spezialisten. Und: Verwendbares altes Baumaterial aus dem Abriss könnte beim Neuaufbau benutzt werden, sie es auch WOCHENBLATT-Leser und Bau-Ingenieur Arno Kochmann anhand einer Zeichnung verschlug. Faasch: "Der historische Baustil sollte bei Design und Ausführung gegenüber dem modernen absolute Priorität haben. Fassch meint: "Alt und Neu stehen sich nicht unbedingt immer im Wege." Als gelungenes Beispiel nennt er die Häuserzeile an der Neubourgstraße. Für solch ein architekonisches "Wagnis" bedürfe es allerdings "eine Menge Feingefühl".