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Alte Dinge erzählen spannende Geschichten über Stade und Umgebung

Ein Foto aller Autorinnen und Autoren gemeinsam mit dem Redaktionsausschuss des Stader Jahrbuchs (Foto: Heinz Roghöfer)

Gestrandeter Pottwal und ein vergessener Schrein: Das neue Stader Jahrbuch 2017 ist erschienen

tp. Stade. Lesestoff nicht nur für eingefleischte Geschichts-Freaks bietet das neue Stader Jahrbuch. Mit dem Jahrbuch, das kürzlich öffentlich präsentiert wurde, können Leser Museen und Sammlungen, Gebäude und ihre Architektur, Dörfer, Gedenksteine und Kirchen neu kennenlernen.

Frank Schlichting, Volkskundler aus Stade, informiert darüber, dass beim Stader Geschichts- und Heimatverein nach seiner Gründung 1856 das Sammeln von Dingen und ihre Erforschung von ur- und frühgeschichtlichen Objekten ein großes Gewicht hatte. Dasselbe gilt für den Grundstock des Buxtehuder Museums (Jutta Kurbjuhn-Schöler, Buxtehude). Mit Unterstützung von Studenten der Buxtehuder Gewerkeschule ging der Kurator von Haus zu Haus und bat um Sammlungsobjekte, wie beispielsweise die Krankenbüchse eines Filzmachergesellen von 1678.

Dass auch ganze Dörfer zum Thema gehören, zeigt Hans Riepshoff aus Verden. Ziel seines Projektes war es, in Dörverden die Gebäude vor 1950 und eine noch vorhandene ältere Innenausstattung vollständig zu inventarisieren.

Von einem spektakulären Ausstellungsstück im Natureum Niederelbe berichtet Petra Nikolay in ihrem Aufsatz über den Weg eines 1997 gestrandeten Pottwals von Cuxhaven nach Balje.
Vergessen ist der Schrein, mit dem das Stader Volksschullehrerseminar an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Seminaristen erinnerte. Lars Hellwinkel, Lehrer aus Stade, erinnert daran und an vergessene Denkmäler für die Toten des Ersten Weltkriegs.

Heike Schlichting aus Stade gibt einen Überblick über den eindrucksvollen Kunstbestand in der Sammlung des Stader Geschichts- und Heimatvereins, darunter Bilder von Fritz Mackensen, Hans am Ende, Fritz Overbeck und Heinrich Vogler.

Grabdenkmäler (Epitaphien) aus den vergangenen Jahrhunderten erzählen die Geschichte von Stiftern, die immer selbstbewusster auf sich hinweisen (Alice Bargfrede-Olsson, Rotenburg).

Bernd Kappelhoff aus Hamburg berichtet über das ehemalige Stader Regierungsgebäude, dessen architektonisches Vorbild das Regierungspräsidium in Breslau von 1884 ist.

Dass Stader in der großen weiten Welt Karriere machen können, zeigt Robert Gahde in seinem Aufsatz über den Dresdner Hoflackierer Martin Schnell aus Stade (ab 1710).
Elfriede Bachmann aus Bremervörde begibt sich auf die Suche nach den Spuren der Adelsfamilie von Issendorf in Bremervörde und Poggemühlen.

Romina Brors Aufsatz über das Stader Lutherfest 1883 bringt die seinerzeit anlässlich der Feierlichkeiten gepflanzte Luthereiche in Erinnerung, die heute noch zwischen den Straßen Burggraben, Bahnhofstraße und Eisenbahnstraße steht.

Das Jahrbuch ist im Buchhandel und im Johanniskloster in Stade für 15 Euro erhältlich.
http://www.stader-geschichts-und-heimatverein.de