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Altersprobleme im Seniorenrat in Stade

Wilfried Vagts stellt sich nicht zur Wiederwahl

Aus für das Sprachrohr der Generation Ü60


tp. Stade. Der Verein "Seniorenrat Stade" hat sich nach mehr als einem Jahrzehnt gesellschaftlichen und politischen Engagements für die älteren Bürger der Stadt aufgelöst. Der Vorsitzende Wilfried Vagts (69) und sein Vize, Dr. Dieter Schmidt (73) begründen den Schritt mit dem fortgeschrittenen Alter der Ehrenamtlichen im Vorstand und mit anhaltendem Mitgliederschwund.

Auf der jüngsten Sitzung am Dienstag, 7. November, standen eigentlich Neuwahlen auf dem Programm. Doch laut Dr. Schmidt fanden sich keine Anwärter für die Vorstandsposten. Die Situation habe sich bereits auf der vorangegangenen Versammlung vor einem Jahr abgezeichnet, sagt er. Zudem sei - wie in vielen anderen Vereinen auch - die Zahl der Mitglieder stetig gesungen - am Ende waren es 15, "so dass wir nun die Reißleine gezogen haben".

Nicht zuletzt hätten laut Dr. Schmidt immer weniger Bürger der Generation Ü60 das Angebot der wöchentlichen Sprechstunde des Seniorenrates genutzt und stattdessen Rat bei den Stader Betreuungsdiensten gesucht, die einen ähnlichen Service bieten.

Während sich Dr. Schmidt aus dem Ehrenamt zurückziehen und sich seinen Enkelkindern widmen möchte, ist der bisherige Vorsitzende Wilfried Vagts weiter als Sprachrohr für die Älteren aktiv. Im Frühjahr wurde er zum Vorsitzenden des 1.300 Mitglieder starken Stader Ortsverbands des Sozialverbands VdK gewählt, wo er sich mit ganzer Energie für die Belange von Senioren, Menschen mit Handicap und andere Benachteiligte einsetzt. "Auch in der AG 'Barrierefreies Stade' wird es weiter gehen", sagt Vagts. Er zeigt sich allerdings enttäuscht über mangelnde Unterstützung und das geringe Interesse am Seniorenrat seitens der Ratsfraktionen und der Stadtverwaltung. Bei dem bescheidenen Wunsch nach einem Büro mit EDV-Anschluss sei man dem Seniorenrat kaum entgegen gekommen: "Das geht in anderen Städten anders."