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An der B73: Neue Wohnungen statt alter Gewerbe-Brache

Kahlschlag an der B73
bc. Stade. Seit dem Baum-Kahlschlag in der vergangenen Woche ist die nicht gerade schmuckvolle Gewerbe-Brache an der B73 wieder deutlicher zu sehen. Dort, wo früher Ladenbauer Helmut Breider u.a. Interieur für Kreuzfahrt-Riesen zimmerte, hatte sich mittlerweile die Natur ihr Terrain zurückerobert. Büsche und Bäume hatten sich ringsherum breit gemacht. Seit Jahren wird hier nichts mehr produziert. Das WOCHENBLATT hat recherchiert: Wie geht es weiter mit dem gut 12.000 Quadratmeter großen Grundstück in der Nähe der Harsefelder Straße?
Das Grundstück am Rande eines Wohngebiets gehört dem Bauunternehmer Gert Saborowski (Gesa-Bau). Sein Ziel ist es, die Ruine abzureißen und dort Wohnungen zu bauen, maximal zweigeschossige Häuser. Ganz so leicht ist das Vorhaben aber nicht umzusetzen, da der Lärm der angrenzenden Bundesstraße zwingend den Bau einer rund vier Meter hohen Schutzwand erfordert. Offenbar gibt es Platzprobleme. „Seit fast fünf Jahren verhandele ich schon mit der Stadt“, sagt Saborowski. Bislang habe es mit einem Bebauungsplan für ein allgemeines Wohngebiet nicht geklappt. „Ich hoffe, dass die Fläche bald Bauland werden kann.“
Nach Angaben des Planungschefs im Rathaus, Nils Jacobs, ist offenbar Licht am Ende des Tunnels zu sehen, was das Bauleitverfahren angeht. Die Probleme hinsichtlich des Abstandes seien weitgehend gelöst. Die Gemengelage zwischen den Wünschen des Investors, den Vorgaben der Stadt und möglichen „Expansionswünschen“ der Straßenbaubehörde, die sich einen Streifen für eine eventuelle neue Fahrbahn nicht verbauen lassen will, haben zu den Verzögerungen geführt. Ein Korridor von 20 Metern ab der Fahrbahn-Begrenzung dürfe nicht bebaut werden. Trotzdem sei noch eine Baureihe möglich, so Jacobs.
„Wenn sich der Eigentümer für eine geeignete Lärmschutzwand entschieden hat, können wir weitermachen“, sagt Jacobs. Sobald dann der Erschließungsvertrag unterschrieben ist, könnten die politischen Gremien noch vor den Sommerferien für den Auslegungsbeschluss stimmen, teilt Jacobs mit.
Das WOCHENBLATT bleibt am Ball.