Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

An der Schwinge wird gebaggert

Ein Spezialunternehmen zieht im Unterhafen die alten Holzdalben aus dem Schlick. Schriftführer (v.li.) Frank Trosien, Vereinsvorsitzender Bernhard Hinck und Hafenmeister Uwe Harenberg begutachten die Bauarbeiten
bc. Stade. Ein Jahr vor dem 50. Jubiläum hat sich der Motor- und Yachtclub (MYC) Stade einiges vorgenommen, um sein Angebot für die aktuell 164 Mitglieder und die jährlich rund 200 Gastlieger zu verbessern. An der Schwinge (Butendiek) ganz in der Nähe der Eisenbahnbrücke ins Industriegebiet herrscht derzeit Hochbetrieb. Es wird gebaggert.
Ein Spezialunternehmen zieht die alten Holzstämme aus dem Schlick und tauscht sie gegen neue stählerne Dalben aus. Die Holzbohlen werden als Uferbefestigung „recycelt“. Bis zur Saisoneröffnung Mitte April soll die Grundsanierung abgeschlossen sein. Danach sollen - sofern Geld vorhanden - die Steg-Anlagen, an denen die Boote festmachen, Schritt für Schritt modernisiert werden. Ein ehrgeiziges Ziel.
Allein die jetzige Grundsanierung kostet 170.000 Euro. Für den Verein um seinen Vorsitzenden Bernhard Hinck aus Ahlerstedt ein dickes Brett. Zum Glück hat der MYC ein paar Euro auf der hohen Kante. Ferner hat der Vorstand einige Sponsoren gewinnen können und auch der Kreissportbund (KSB) schießt 30.000 Euro hinzu. Hinck stellt klar: „Die Finanzierung ist gesichert.“
Nach der Sanierung wird der Verein Platz für zusätzlich zehn Boote haben. Gut 100 Boote können dann beim MYC auf der insgesamt 750 Meter langen Schlengel-Anlage anlegen. Davon sind jetzt schon 150 Meter auf den modernen, wetterbeständigen Alu-Standard umgerüstet. Vorteil: Die Metall-Stege sind robuster und weniger rutschig als die Holz-Anleger. Hinck: „Das erhöht die Sicherheit für die Motorsportler und für die Schiffe.“
In mehreren Etappen sollen in den nächsten Jahren alle Anlegeplätze genauso erneuert werden. Noch fehlen 600 Meter und jede Menge Geld. Acht Meter kosten immerhin 4.000 Euro, rechnet Schriftwart Frank Trosien vor. Derzeit ist der Verein dabei, Geld für den zweiten Bauabschnitt einzusammeln. Bei der Stadt hat er bereits einen Antrag auf einen Zuschuss über 40.000 Euro gestellt. Eine Bewilligung lässt noch auf sich warten, da die Stadt zunächst einen Kriterien-Katalog erstellen will, wann welcher Verein Geld bekommen soll.
Derweil plant der MYC weiter für die Zukunft. Auch die Außenanlagen sollen hergerichtet werden. Ziel ist die Auszeichnung mit dem Zertifikat „Gelbe Welle“. Danach wäre der Hafen mit seinem Clubhaus und den sanitären Anlagen besonders familien- und behindertenfreundlich. Geplant ist der Bau eines Spielplatzes sowie ein Anleger für Kanuten. Nach dem Umbau hofft der Vorstand zudem, dass die Verschlickung des Hafenbeckens ein wenig abnimmt.
„Wir wollen unser Angebot attraktiver machen und den Verein für die Zukunft aufstellen“, sagt Frank Trosien, damit auch wieder mehr junge Leute den Weg zum MYC finden. Jugendliche haben hier auch die Möglichkeit, ihre Segelausbildung zu absolvieren.
www.myc-stade.de