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"Arge-Container" verschwindet

Das Jobcenter in Drochtersen erhält ein neues Zuhause / Investor baut Klinkerbau mit Wohnungen neben dem Rathaus


ig. Drochtersen. Der "Arge-Container" mitten im Ort verschwindet. Erstellt wird am gleichen Platz neben dem Rathaus ein schmuckes, dem Ort angepasstes Klinkergebäude, das zum 1. November 2015 bezugsfertig sein soll: Möglich macht das die Drochterser Lemke-Bau GmbH, die 2013 von der Gemeinde Drochtersen ein rund 2.000 Quadratmeter großes Stück Land erwarb. Das neue Gebäude soll im Erdgeschoss die Arbeitsvermittlung aufnehmen. In der ersten und zweiten Etage entstehen zehn Wohnungen. Das Jobcenter erhält 400 Quadratmeter. "Die Größe der Wohnungen liegt zwischen 50 und 70 Quadratmetern. Sie werden auch als Eigentumswohnungen angeboten", so Bauherr Carl-August Lemke. Das Gebäude passe baulich in das Gesamt-Ensemble. Der Wunsch der Politik werde erfüllt.

Das Besondere: Die "Arge" ist Mieter des Erdgeschosses auf zehn Jahre. Die geringe Mietdauer durch den Hauptmieter mache das Projekt für den Investor wirtschaftlich nur lukrativ, wenn zusätzlich Wohnraum angeboten wird, so Lemke.

Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch freut sich über die Entwicklung: "Das Jobcenter in Drochtersen bleibt uns auf Jahre erhalten. Arbeitssuchende brauchen nicht den langen Weg nach Stade anzutreten." Überhaupt sei der Verbleib wichtig für die Region. Denn: Das Aufgabenspektrum umfasse ja nicht nur Arbeitsvermittlung, sondern biete ja auch Beratung und Integrationshilfe. Derzeit werden mehr als 1.400 Personen von 14 Mitarbeitern betreut.
Was nach den zehn Jahren passiert, ist ungewiss. Lemke hofft, dass das Jobcenter weiterhin Mieter bleibt. "Wenn nicht, können auch im Erdgeschoss weitere Wohnungen entstehen." Fest steht: Die Nutzung der angrenzenden "Kulturscheune" soll nicht eingeschränkt werden. Bösch: "Es gibt weiterhin Veranstaltungen wie Blütenfest, Radlertag, Konzerte und Ferienspaß-Veranstaltungen. Die meisten finden ja auch tagsüber statt." Reibereien mit den Anwohnern werde es nicht geben.