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Bald ist Ralf ganz Leoni

Natalie und Leoni (re.) halten fest zusammen
 
Gründeten eine Selbsthilfegruppe Trans-Fem: Natalie (li.) und die transsexuelle Leoni

Aus Liebe: Ehefrau steht fest zu ihrem transsexuellen Partner / Geschlechtsumwandlung ist das Ziel


tp. Drochtersen. Natalie (45) kannte ihren Ralf (45) gerade einmal zwei Wochen, "da wusste ich was los ist, nicht zuletzt wegen des Beinaufschlages, auf den jede Frau neidisch ist", sagt die Friseurin und wirft ihrem heutigen Ehepartner einen liebevollen Blick zu. Ralf nahm allen Mut zusammen und bekannte sich erstmals zu seiner Transsexualität und seinem lange im Verborgenen gehegten Wunsch, eine Frau zu werden. „Kein Problem, ich stehe hinter dir“, versprach Natalie. Seit dem Coming Out im Jahr 2002 geht das Paar aus Drochtersen den langen und beschwerlichem Weg, auf dem aus Ralf Leoni wurde, gemeinsam. Das Ziel, seine Geschlechtsumwandlung, haben beide fest im Blick.

Bereits im Vorschulalter spürte der kleine Ralf, der mit zwei Schwestern aufwuchs: „Etwas an mir ist anders.“ Nach eigenen Worten bevorzugte er die Gesellschaft von Mädchen, mochte deren Kleidung, Frisuren und Spielzeug lieber als das von Jungen. In der Pubertät, als der Bart und die Brusthaare wuchsen, die Stimmlage in einen tiefen Bass sank und er breite Schultern bekam, begann er mit seinem Körper zu hadern. Der Teenager wurde zum Außenseiter, zog sich zurück, litt unter Depressionen.

Auf Rat eines Kinderarztes durchlief Ralf seinen ersten von mehreren missglückten Therapieversuchen. Nach eigenem Bekunden spielte er Familie und den wenigen Freunden eine Männerrolle vor, trat einem Sportverein bei, lernte in der Industrie den Beruf des Chemikanten. Aufgrund verschiedener psychosomatischer Leiden wie starke Allergien verlief sein Berufsleben, in dem er unter anderem als Speditions-Disponent tätig war, unstet und war von längeren Krankheitsphasen und Arbeitsplatzwechseln begleitet. Heute wartet Leoni auf einen Umschulungsplatz zur Fachinformatikerin.

Mit 28 Jahren verließ Ralf sein Elternhaus. In der ersten eigenen Wohnung führte er ein zurückgezogenes Privatleben, flüchtete sich in die virtuelle Welt, nahm in dem Computer-Rollenspiel "Second Life" die künstliche Identität (Avatar) einer Frau an, die er Leoni nannte. Seitdem trug er in den eigenen vier Wänden häufiger Frauenkleidung, lackierte sich die Fingernägel, frisierte sich sein langes Haar im weiblichen Stil.

In der größer werdenden Internetwelt begann Ralf über Transsexualität zu recherchieren und sich in mit anderen Betroffenen auszutauschen. In einem Online-Forum lerne er seine Natalie kennen. Aus einer Chatbekanntschaft wurde seine erste große Liebe, die bis heute hält. Seit 2008 sind beide ein Ehepaar. Die aus Hamburg stammende Natalie ging von Anfang an offen mit den besonderen Eigenschaften und den Vorlieben ihres Partners um - und auch mit einer Prise Humor. So stellt sie klar: „Meine Klamotten sind für Dich tabu.“ Zumindest bei den Schuhen kommt sich das kinderlose Paar nicht ins Gehege: Leoni trägt Pumps in Größe 44.

Mit Hilfe seiner treu zu ihm stehenden Ehefrau fand Ralf alias Leoni im Jahr 2013 auch die für ihn richtige Therapeutin: Die bekannte Neurologin, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Spezialistin für Transsexualität, Hannah Lietz, die früher selbst ein Mann war.

Seitdem sind viele wichtige Schritte erfolgt, Besuche einer Logopädin zum Stimmtraining, eine Hormonbehandlung, durch die Leoni weibliche Züge und Brüste bekam. Seit Neujahr 2015 geht Leoni in Frauenkleidern in die Öffentlichkeit und erträgt selbstbewusst neugierige Blicke der Passanten. Überrascht durch Leonis extravaganten Aufzug, sei ein Kehdinger Rentner im Supermarkt sogar einmal in ein Gemüseregal gestolpert, berichtet das Paar mit einem Schmunzeln. Gestärkt durch Natalies Liebe und Rückhalt, ist sich Leoni sicher, auch den entscheidenden und unumkehrbaren Schritt zu schaffen: Die Geschlechtsumwandlung soll im Jahr 2021 erfolgen.

Über ihre Erfahrungen wollen sich Leoni und Natalie mit Betroffenen in ihrer neu gegründeten Selbsthilfegruppe Trans-Fem austauschen. Kontakt über die Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen im Landkreis Stade KIBIS, Tel. 04141 – 3856.

In der größer werdenden Internetwelt begann Ralf über Transsexualität zu recherchieren und sich in mit anderen Betroffenen auszutauschen. In einem Online-Forum lerne er seine Natalie kennen. Aus einer Chatbekanntschaft wurde seine erste große Liebe, die bis heute hält. Seit 2008 sind beide ein Ehepaar. Die aus Hamburg stammende Natalie ging von Anfang an offen mit den besonderen Eigenschaften und den Vorlieben ihres Partners um - und auch mit einer Prise Humor. So stellt sie klar: „Meine Klamotten sind für Dich tabu.“ Zumindest bei den Schuhen kommt sich das kinderlose Paar nicht ins Gehege: Leoni trägt Pumps in Größe 44.

Mit Hilfe seiner treu zu ihm stehenden Ehefrau fand Ralf alias Leoni im Jahr 2013 auch die für ihn richtige Therapeutin: Die bekannte Neurologin, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Spezialistin für Transsexualität, Hannah Lietz, die früher selbst ein Mann war.

Seitdem sind viele wichtige Schritt erfolgt, Besuche einer Logopädin zum Stimmtraining, eine Hormonbehandlung, durch die Leoni weibliche Züge und Brüste bekam. Seit Neujahr 2015 geht Leoni in Frauenkleidern in die Öffentlichkeit und erträgt selbstbewusst neugierige Blicke der Passanten. Gestärkt durch Natalies Liebe und Rückhalt, ist sich Leoni sicher, auch den entscheidenden und unumkehrbaren Schritt zu schaffen: Die Geschlechtsumwandlung soll im Jahr 2021 erfolgen:

Über ihre Erfahrungen wollen sich Leoni und Natalie mit Betroffenen in ihrer neu gegründeten Selbsthilfegruppe Trans-Fem austauschen. Kontakt über die Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen im Landkreis Stade KIBIS, Tel. 04141 – 3856 (Ulrich Brachthäuser). www.kibis-stade.de