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Bauboom in Stade: Hier wird bald gewerkelt

Am Hohenwedeler Weg soll im kommenden Jahr ein hochwertiger Geschosswohnungsbau entstehen
 
Am Diekmannweg sind sechs Reihenhäuser geplant, möglicherweise als geförderter Wohnraum
bc. Stade. Bauen boomt in Stade. Überall schießen neue Häuser aus dem Boden. Ein Hauptakteur ist dabei das Stader Traditionsunternehmen "J. Lindemann". Das WOCHENBLATT hat sich mit den Geschäftsführern Peter und Friedrich Witt unterhalten. Wir wollten wissen: Was sind ihre nächsten Projekte? Projekte, die bisher nur auf dem Papier bestehen. Klar ist: 2017 wird ein spannendes Jahr für das Unternehmen.

Baustelle 1:

Am Anfang des Hohenwedeler Weges - dort, wo einst eine alte Scheune stand - möchte Lindemann ab Frühjahr 2017 ein Haus mit bis zu 14 Wohnungen bauen - die Zwei- bis Vier-Zimmer-Apartments sind von ca. 50 bis mehr als 100 Quadratmeter groß und ausgestattet mit Balkon oder Terrasse. "Wir planen einen hochwertigen Geschosswohnungsbau", sagt Friedrich Witt. Die Baukosten sind auf ca. drei Millionen Euro taxiert. Ob Lindemann die Wohnungen im Eigenbestand hält und vermietet oder ob das Unternehmen sie verkauft, einzeln oder das ganze Objekt, ist noch in Prüfung.
Die Bauvoranfrage ist gestellt. Die Genehmigungsbehörde muss abwägen, ob sich das Gebäude in die Umgebungsbebauung einfügt. Hier gilt der Paragraf 34c des Baugesetzbuches, der Vorhaben in unbeplanten Innenbereichen regelt.

Baustelle 2:

Am Wendehammer des Diekmannweges in Stade-Hahle gehört Lindemann seit Jahren ein Grundstück. In 2017 soll hier der Bau von sechs Reihenhäusern beginnen. Die Baugenehmigung liegt vor. Möglich, dass ein Teil der Häuser zu erschwinglichen Mieten am Markt angeboten wird. Dazu benötigt Lindemann jedoch einen Partner. Friedrich Witt: "Wir brauchen die Signale möglicher Investoren beispielsweise der Stadt oder der Kommune."

Baustelle 3:

In Kürze soll der Umbau des leerstehenden Waller-Kaufhauses in der Straße "Goos" in der Innenstadt losgehen, damit dort im Erdgeschoss wie geplant im Frühjahr 2017 ein neues Einzelhandelgeschäft einziehen kann (das WOCHENBLATT berichtete). Peter Witt hat Gespräche mit Volker Mohr aus Dollern ("Modehaus Mohr") als potenziellen Mieter geführt. Mohr betreibt bereits zwei Geschäfte in unmittelbarer Nachbarschaft.
Lindemann hat das Haus gekauft, wird nun einen separaten Eingang zur "Goos" bauen, die Treppenaufgänge im Innern des Gebäudes werden dicht gemacht. Im ersten und zweiten Obergeschoss sollen Praxen und Büros entstehen. Witt: "Es gibt bereits eine Vielzahl von Anfragen." Im Dachgeschoss sind Wohnungen vorgesehen. Der Bauantrag ist gestellt. Ein ortskundiges Statik- und Architekturbüro ist derzeit damit beschäftigt, die Statik neu durchzurechnen, um die exakten Kosten zu ermitteln. Anschließend können die Mietpreise festgelegt werden. Lindemann will mit allen Mietern einen langfristigen Mietvertrag abschließen, mindestens zehn Jahre.

Baustelle 4:

Die Planungen für das Fachmarktzentrum auf dem Grundstück des früheren Technik- und Verkehrsmuseums an der Freiburger Straße sind ein wenig ins Stocken geraten, die Entwässerung die mögliche neue Trassenführung der A26 bereiten ein paar Probleme. Friedrich Witt: "Ziel ist es, Ende des Jahres Baurecht zu schaffen." Mit im Boot sitzt ein weiterer Bauherr, der Baustoffhandel "Hasselbring". Derzeit befinden sich die Investoren in Verhandlungen mit der Stadtverwaltung, was die Ausgestaltung des Bebauungsplanes betrifft.
24.000 Quadratmeter ist das Areal groß, zu dem neben dem Museumsgrundstück ein weiteres früheres städtisches Areal gehört. Die Investoren planen den Bau mehrerer Gebäude mit einer Gesamt-Verkaufsfläche von 11.000 Quadratmetern sowie über 400 ebenerdigen Stellplätzen. Klar ist: Aldi zieht von der Hansestraße an die Freiburger Straße um. Außerdem wird wahrscheinlich ein Garten- und Baumarkt dort ansiedeln. Im Gespräch sind auch ein Getränkemarkt sowie ein Markt für Tiernahrung. Weitere Geschäfte sollen folgen. Sofern das Projekt Ende des Jahres baureif ist, erfolgt in 2017 der Spatenstich.

• Über die von "Lindemann" erworbenen Flächen am ehemaligen Güterbahnhof lässt sich noch nichts Neues berichten. Im September sollen die Verhandlungen mit einem potenziellen Mieter fortgesetzt werden. Auf dem 4.200 Quadratmeter großen Grundstück im vorderen Bereich an der Straße „Am Bahnhof“ soll ein Verwaltungsgebäude entstehen.