Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Bauschutt des AKW Stade wird in Sachsen entsorgt

Das ehemalige AKW in Stade wird zurzeit abgebaut.
at. Stade. 2.000 Tonnen schwach radioaktiver Bauschutt werden vom ehemaligen Kernkraftwerk Stade nach Sachsen transportiert. Dort soll der Schutt auf einer Deponie in Grumbach im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge verrotten. Medienberichten will das sächsische Umweltministerium den angelieferten Müll auf Radioaktivität überprüfen. Angeblich seien auch Bürger eingeladen, mit Fachleuten Messungen beim ersten Transport vorzunehmen. Dies sei die Reaktion auf die Kritik an den Plänen, 2014 und 2015 jeweils 1.000 Tonnen Bauschutt nach Sachsen zu transportieren.

Umweltverbände und die Interessengemeinschaft „Keine Deponie am Tharandter Wald“ lehnen den Transport ab. Letztere haben Angst um die Gesundheit der Anwohner. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) zweifelt dagegen an den langen Transportwegen. „Wir haben den Verdacht, dass der zu erwartende Widerstand gegen die Lagerung des Mülls hier geringer eingeschätzt wurde als in Niedersachsen“, bemerkte der BUND-Landesvorsitzender Felix Ekardt.

Umweltminister Frank Kupfer (CDU) mache laut Medienberichten Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) für den kilometerweiten Weg verantwortlich. Niedersachsen sei angeblich nicht bereit, den Bauschutt einzulagern, obwohl das Material aus Sicht des Strahlenschutzes nicht bedenklich sei. Die Folge seien „unnütze Transporte über Hunderte Kilometer“.