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Bei Katastrophe gut gerüstet

Oberstleutnant Axel Panknier (2.v.re.) probt mit den Soldaten der Reserve den Ernstfall bei einer Pandemie

Kreisverbindungskommando Stade probt für den Ernstfall

sb. Stade. Der Landkreis Stade ist seit drei Wochen von einer schweren Grippewelle erfasst. Die Elbe Kliniken Stade und Buxtehude sind überfüllt und haben gestern den Annahmestopp verhängt. Polizei und Behörden klagen über personelle Engpässe und unter der Bevölkerung bricht erste Panik aus. Der Landrat ruft daraufhin den Katastrophenfall aus.
So lautete diese Woche das Einstiegsszenario einer Übung des Kreisverbindungskommando Stade. Einmal im Jahr trifft sich die Gruppe zu einer fünftägigen Sommerübung, hinzu kommen mehrere kleine Fortbildungen über das Jahr verteilt.
Das Kreisverbindungskommando Stade im Landeskommando Niedersachsen besteht seit dem Jahr 2007. Insgesamt zehn Reservisten, davon vier Stabsoffiziere, drei Offiziere und drei Feldwebel, stehen für den Katastrophenfall an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr auf Abruf bereit. Alle Soldaten in Reserve gehen auch einem zivilen Beruf nach und haben sich freiwillig für den Heimatschutz gemeldet.
"Im Katastrophenfall liegt unsere Hauptaufgabe in der Koordination und der Beratung", sagt Oberstleutnant Axel Panknier aus Deinste. "Bei der Sommerübung geht es beispielsweise um die Beschaffung und Verteilung von Impfstoffen, die Organisation von Krankentransporten und die Betreuung von Feldlazaretten."
Den Soldaten in Reserve kommt dabei eine Doppelrolle zu: Einerseits beraten sie den Landrat über Fähigkeiten und mögliche Unterstützungsleistungen durch die Bundeswehr. Andererseits sind sie das Bindeglied zwischen dem Landrat und dem Landeskommando der Bundeswehr in Hannover. Bei o.g. Übung bittet der Landrat die Bundeswehr z.B. um Spezialfahrzeuge für den Krankentransport. Das Kreisverbindungskommando leitet die Anfrage nach Hannover weiter und gibt dazu wichtige Hintergrundinformationen: Wie viele Patienten müssen transportiert werden? Wie lauten die genauen Adressen von Start und Ziel? und so weiter.
Weitere Schwerpunkte der fünftägigen Übung waren ein Besuch des Marineflugkommandos in Nordholz sowie einer zentralen Ausbildungsstelle in Nienburg. Zudem luden die Soldaten der Reserve am Katastrohenschutz beteiligte Hilfspersonen zu einem geselligen Grillabend ein.