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BI "Verkehrsflut" ruft zur Verkehrszählung auf

Bei einer Zählung der BI kam heraus, dass pro Stunde 75 LKW durch das Alte Land rollen (Foto: archiv)
lt. Altes Land. Zu einer „Bürger-Verkehrszählung“ ruft die Altländer Bürgerinitiative (BI) Verkehrsflut jetzt auf. Jeder, der Lust und Zeit hat, kann sich online einen Zählbogen ausdrucken und über einen bestimmten Zeitraum die Lkw zählen, die vor der eigenen Haustür über die Straße rollen.
"Dabei spielt es keine Rolle, ob nur für ein paar Stunden oder über einen längeren Zeitraum gezählt wird", betont BI-Sprecher Hartmut Fuchs aus Guderhandviertel. Am wichtigsten sei, das möglichst viele Bürger sich beteiligen, damit die tatsächliche Belastung der Anwohner durch den Schwerlastverkehr deutlich werde.
Bislang gebe es nämlich keine systematisch gesammelten Informationen, so Fuchs. Zählungen der Verwaltung, Ergebnisse von Maßnahmen zur Verkehrsüberwachung (z.B. Blitzer) und Unfallstatistiken seien nur bedingt aussagekräftig. Die tatsächliche Belastung der Anwohner und die Gefahrensituationen fänden sich in diesen Zahlen nicht wieder.
Die BI spielt damit u.a. auf die Ergebnisse der dritten Messphase des Verkehrsmonitorings von Land und Kreis an, die im Frühjahr 2017 vorgestellt wurden (das WOCHENBLATT berichtete). Verschiedene BI-Vertreter kritisierten damals bereits, dass die Verkehrszählung, die den Verkehr über 24 Stunden maschinell erfasste, im Dezember stattgefunden hat und somit außerhalb der touristischen Saison. Die Repräsentativität der Zählung wurde zudem angezweifelt, weil ein Baustellenschild an der Tankstelle an der L140, Abzw. K39, nicht rechtzeitig abmontiert worden war. Der Hinweis auf eine Sperrung in Cranz hätte Auswirkungen auf die Verkehrsströme gehabt.
Bei einer ersten Verkehrszählung der BI-Mitglieder im Dezember 2017 sei herausgekommen, das an einem Wochentag zwischen 9 und 12 Uhr 75 Lkw pro Stunde durch das Alte Land rollen. Insgesamt sind es laut BI täglich mehr als 1.800 LKW und Gefahrguttransporte.
Der größere Teil davon sei reiner Transit-Verkehr zwischen den Häfen Hamburg und Bremerhaven. Diese Verkehrsflut gefährde den Bestand von historischer Bausubstanz, die Qualität der Grundlagen des Obstanbaus und die Sicherheit von Anwohnern und Touristen.
Die BI fordert u.a. die Leitung des Lkw-Transit-Verkehrs ausschließlich über vorhandene Bundesstraßen und Autobahnen sowie keinen weiteren Ausbau der Straßen im Alten Land für den LKW-Transit-Verkehr.
• Ein offenes Treffen der BI findet am Donnerstag, 25. Januar, um 19 Uhr im Hollerner Hof in Hollern-Twielenfleth statt.
• Weitere Infos sowie die Zählbögen gibt es unter www.verkehrsflut.de