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Bibber! Der Winter hat uns voll im Griff

Dick eingemummelt genießen Karina Schwach und ihre Söhne Dario (re.) und Lucio bei frostigen Temperaturen die Sonne auf dem Estedeich
 
Straßenwärter Marcus Bawol kümmert sich mit seinen Kollegen darum, dass die Straßen geräumt und gestreut werden
lt. Landkreis. Bibber, bibber...ohne lange Unterhose, Handschuhe, Schal und Mütze geht gerade gar nichts. Frostige Temperaturen teilweise unter -10 Grad Celsius bescheren uns knackige Wintertage. "Endlich mal wieder richtig Winter!" sagen sich die einen und genießen dick eingemummelt die Sonne, während die anderen kaum noch das Haus verlassen und in der gut geheizten Stube auf den Frühling warten.
Die Nase voll vom Winter haben sicher alle, deren Heizung ausgefallen, deren Mülltonne nicht geleert wurde, weil der Müll am Boden festgefroren war oder deren Auto liegen geblieben ist.
"Der größte Feind der Autobatterie sind diese kalten Temperaturen", sagt Johann Roth, Werkstattleiter beim Autohaus Spreckelsen in Stade. In den vergangenen Tagen häuften sich deshalb die Anrufe von Liegenbleibern. Der Grund: Wenn es frostig ist, wird mehr Strom im Wagen verbraucht. Gebläse und Sitzheizung laufen auf Hochtouren. Bei Leuten, die hauptsächlich Kurzstrecken fahren, schaffe die Lichtmaschine es dann häufig nicht, die Batterie ausreichend aufzuladen, so Roth.
Er rät Autofahrern, die Drehregler nicht bis zum Anschlag aufzureißen, sondern sich auch im Wagen energiesparend zu verhalten. Wichtig sei auch der Einsatz des richtigen Frostschutzmittels für einen klaren Durchblick. Außerdem sollten Scheibenwischergummis im Zweifel erneuert werden, damit sie nicht an der Scheibe festfrieren. Von der Fahrt durch die Waschanlage rät Roth bei Frost ab - Wasser, dass in die Ritzen eindringe, könnte gefrieren und Schäden verursachen.
Zumindest war es bei Sonnenschein und Frost meist nicht glatt auf den Straßen im Landkreis. Eher der häufige Wechsel zwischen Minus- und Plusgraden sei problematisch, sagt Hans-Jürgen Haase von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. In diesem Winter seien im Landkreis auf 70 Kilometern Bundesstraßen, 214 Kilometern Landesstraßen und 17 Kilometern Autobahn (A26) bisher rund 1.600 Tonnen Streusalz verbraucht worden. Im Einsatz sind dabei 16 eigene Mitarbeiter und zehn Mitarbeiter von Fremdfirmen mit insgesamt 14 Fahrzeugen. Laut Haase werde der Salzverbrauch in diesem Winter voraussichtlich unter dem Jahresdurchnittsverbrauch liegen.
Auf den rund 380 Kilometern Kreisstraßen sind in drei Schichten von 3 Uhr bis 20 Uhr insgesamt 28 Winterdienst-Mitarbeiter mit 13 Fahrzeugen im Einsatz.
Glaubt man den Wetterprognosen, dann bleibt uns der Winter noch weiter erhalten. Auch Schneefall ist in den kommenden Tagen möglich. Der Landkreis bittet Bürger in diesem Zusammenhang, keinen Schnee vom Fuß- oder Radweg dorthin zu werfen, wo anschließend die Räumfahrzeuge unterwegs sind.

• Vor dem Betreten von Eisflächen, die weniger als 15 Zentimeter dick sind, warnen Polizei, DLRG und Johanniter. In keinem Fall sollte man alleine eine Eisfläche betreten. Wer ins eisige Wasser gerate, sei innnerhalb von Minuten unterkühlt. Bereits nach drei bis vier Minuten versagen die Muskeln, so dass man sich nicht mehr über Wasser halten könne. Ersthelfer sollten niemals selbst das Eis betreten, sondern umgehend den Notruf (112) wählen und mit einem Ast oder Seil versuchen, die eingebrochene Person zu retten.