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Bilanz beim Handwerksforum 2016 / Ulrich Feil erhält Professor-Piest-Medaille

Auch 2015 wurden die Innungsbesten und die Jungmeister beim Handwerksforum geehrt (Foto: Aleksandra Maria Mleczko)
am. Stade. Viele Worte sind an diesem Abend zur Bedeutung der handwerklichen Berufe aber auch zu den Herausforderungen gefallen, vor denen das deutsche Handwerk steht. „Das Miteinander von Jung und Alt, von jugendlichem Ehrgeiz und professionellem Können zeichnet das Handwerk besonders aus“, sagte der stellvertretende Kreishandwerksmeister Jörg Klintworth in seiner Begrüßungsrede zum Handwerksforum am Samstag im Stadeum.
Als Gastredner konnte die Kreishandwerkerschaft Stade in diesem Jahr den Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, gewinnen. Dieser unterstrich die Stellung des Handwerks in Deutschland und ermunterte den anwesenden Nachwuchs: „Seien Sie selbstbewusst, denn Sie wissen, wie man es macht.“ Mit diesem Selbstbewusstsein forderte er auch die Politik auf, den Stellenwert der beruflichen Ausbildung neben der akademischen Ausbildung nicht geringzuschätzen. Die Politik müsse aktiv werden, um mit alternativen Bildungswegen wieder mehr junge Menschen in die handwerkliche Ausbildung zu bringen.
Trotz des Nachwuchsmangels gehe es dem deutschen Handwerk aber noch gut, betonte Wollseifer. Die alljährliche Herbstbefragung ergab, dass die Zufriedenheit unter den Unternehmern so hoch ist wie schon seit Jahren nicht mehr.
Auch die aktuelle Flüchtlingssituation war Thema an diesem Abend. Sowohl Wollseifer als auch Klintworth sehen in den „Zuwanderern mit Bleiberecht“ eine Chance. Gleichzeitig stehe das Handwerk aber in der gesellschaftlichen Verantwortung und werde diese auch wahrnehmen. „Das Handwerk ist prädestiniert für die Integration“, sagt Wollseifer. „Das haben wir auch schon bewiesen.“
Die Professor-Piest-Medaille, die jedes Jahr für besondere Dienste um die Kreishandwerkschaft in Stade vergeben wird, erhielt in diesem Jahr Ulrich Feil. Der Straßenbauer-Meister aus Cadenberge habe sich nicht nur mit viel Hingabe in seiner Innung engagiert, er habe sich auch im besonderen Maße für die Ausbildung von Lehrlingen im Handwerk eingebracht, so Klintworth. Feil selbst bezeichnete sich als „Handwerker der alten Garde“ und ermahnte zu einem guten Werteverständnis mit Höflichkeit, Pünktlichkeit und Hilfsbereitschaft unter den Kollegen.
Während des Handwerksforums wurden auch in diesem Jahr junge Handwerker für besondere Leistungen geehrt. 47 Innungsbeste und 19 Jungmeister konnten die Kreishandwerksmeister an diesem Abend auszeichnen.