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Bis die Tachonadel vibriert: Zweitakter-Treffen in Burweg

Schrauber-Enthusiasten: Frank und Jan Drewes (re.) mit einer alten Zündapp vor ihrer Hobby-Werkstatt

Vater und Sohn im Schrauber-Rausch: Frank und Jan Drewes freuen sich auf viele Gäste


tp. Burweg. Wenn der Vater mit dem Sohne Gas gibt, dann sprühen die Zündfunken, aus dem Auspuff dringt blauer Qualm und dazu ertönt lautes Geknatter - Musik in den Ohren von Frank Drewes (56) und seinem Sohn Jan (16). Das begeisterte Schrauber-Duo von der Stader Geest geht ganz in seinem Hobby auf, dem Fahren und Instandsetzen von Oldie-Mopeds der Marke Zündapp. Am Maifeiertag laden die beiden zum zweiten großen Zweitakter-Treffen nach Burweg ein.

Frank Drewes, gelernter Kfz-Mechaniker und heutiger Obsthändler und Gastronom, hat seit seiner Jugend „Benzin im Blut“. Der leidenschaftliche Biker fuhr in seinem Leben schon Motorräder in allen Größen und Preisklassen - von der edlen Harley Davidson bis zur dicken BMW mit 120 PS. Inzwischen kehrte der sechsfache Vater einer Patchwork-Familie und vierfache Großvater an seine Wurzeln zurück: kleine Kult-Mopeds der 1970er und 1980er Jahre von Zündapp mit 50 Kubikzentimetern Hubraum und 6,25 PS in demaligen Trendfarben wie Orange-Metallic oder Violett.

Frank Drewes, der aufgrund seines aufgeschlossenen Wesens und seiner bewegten Vita rund um sein Heimatdorf Blumenthal bekannt ist wie ein bunter Hund, verbindet mit seiner kleinen Moped-Sammlung die Erinnerungen an Jugend-Abenteuer: Touren auf dem „Bock“ zum Zelten nach Dänemark oder zu Sandbahnrennen in ganz Deutschland - gerne mit einer hübschen Begleiterin auf dem Sozius. „Frisiert“ brachten es die Zündapps - bei offiziellem Höchsttempo von 85 km/h - auf 120 km/h. "Etwa an der 100er-Marke begann die Tachonadel zu vibrieren", erinnert sich Frank Drewes.

Auch Sohn Jan ist Moped-Fan, zerlegte eine schrottreife Maschine in ihre Einzelteile und setzte sie in der heimischen Hobby-Werkstatt instand. Seine Zündapp sieht nun fast aus wie neu. Bei Wochenend-Trips an die Elbe ist er der Star der Landstraße, stiehlt anderen Bikern am Lühe-Anleger die Show. Mädchen halten den Daumen hoch und fragen ihn, ob sie mitfahren dürfen. Jan will Schrauber lernen wie sein Papa. Dazu verlässt der Gymnasiast vorzeitig die Schule und beginnt im Sommer eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker: „Mein Traumberuf.“

Viele weitere Moped- und Motorrad-Verrückte kommen am Dienstag, 1. Mai, ab 11 Uhr zum Zweitakter-Treffen am Platz an der Bundesstraße B73/An der Sietwende zusammen. Bei der Premiere im vergangenen Jahr begrüßte Frank Dreses mit seinem Team rund 380 Gäste. Zu den „Benzin-Gesprächen“ gibt es Getränke und Snacks. Der Eintritt ist frei.