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Bremervörder Straße: Anwohner fordert Raserfalle

Zunehmender Schwerlastverkehr ist ein Dauerthema unter den Anwohnern an der Bremervörder Straße.
bc. Stade. Die Bremervörder Straße ist eine der Hauptverkehrsachsen der Hansestadt Stade. Das wird sich so schnell auch nicht ändern. Eine enorme Belastung für die Anwohner, was Lärm- und Abgasemissionen angeht. Jürgen Mittelstädt will sich seinem Schicksal nicht ergeben. Er fordert eine dauerhafte Kontrolle der Geschwindigkeit an der Trasse.

„Wieso werden nicht Starenkästen zur Tempokontrolle auf innerstädtischen Straßen aufgestellt?“, fragt der Mann, nach dessen Zählungen bis zu 15.000 Fahrzeuge pro Tag die Bremervörder Straße passieren. Jürgen Mittelstädt ist der Meinung, dass sich viele Auto- und Lkw-Fahrer nicht an das vorgeschriebene Tempolimit von 50 km/h halten: „Die durchschnittlich gefahrene Geschwindigkeit liegt bei 70 km/h.“

Sein Appell: „Zum Schutz der Anwohner sollte die zuständige Behörde über eine stationäre Tempokontrolle an der Bremervörder Straße nachdenken.“ Bei Kosten für einen modernen „Blitzer“ von ca. 80.000 Euro, so Mittelstädt, würden schon bei ca. sieben Verstößen pro Tag mit einer Überschreitung von ca. 20 km/h nach einem Jahr die Investitionskosten eingespielt sein. Mittelstädt: „Abzüglich der Kosten für die Verwaltung bleibt sicher eine ansehnliche Einnahme über.“

Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD) ist eine große Befürworterin einer stationären Blitzeranlage an der Bremervörder Straße. Das Problem: Die Stadt sei nicht zuständig. Laut Nieber ist es der Landkreis. Sie hat bereits ein Gespräch mit der Kreisbehörde diesbezüglich geführt. „Es scheitert aber daran, dass an dieser Stelle kein Unfallschwerpunkt besteht“, so die Rathauschefin.

Wie es auch funktionieren kann, zeigt die Situation an der Freiburger Straße, wo seit Jahren eine offensichtliche Starenkasten-Attrappe dafür sorgt, dass die Autos reihenweise abbremsen.