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Das Dorfleben unter einem Dach

Vor dem Neubau (v. li.): Ortsbrandmeister Helmut Höft, die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Wiebusch und der Heimatvereins-Chef Reiner Klintworth

Eröffnung im August: Multifunktionsgebäude in Helmste wird mit zehnmonatiger Verzögerung fertig

tp. Helmste. Profi-Handwerker und freiwillige Helfer befinden sich mit den Bauarbeiten in der Endphase: Im August soll das Dorfgemeinschaftshaus in Helmste feierlich eröffnet werden. Das Multifunktionsgebäude für Vereine, Feuerwehr und Co. wird rund zehn Monate später fertig als geplant.

"Grund war eine Verzögerung bei der Bewilligung der Fördergelder", erklärt die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Wiebusch. Die Freude war groß, als das Amt für Landentwicklung in Bremerhaven schließlich 200.000 Euro aus den Mitteln der Dorferneuerung des Landes Niedersachsen freigab. Den Rest der Gesamt-Bausumme von 640.000 Euro teilen sich die Gemeinde Deinste sowie die Samtgemeinde Fredenbeck.

Seit dem Abriss des alten Schießstandes im vergangenen Februar und dem kurz darauf begonnenen Bau des Dorfgemeinschaftshauses "Dörpshus" mit einer Nutzfläche von 540 Quadratmetern auf dem Gelände der alten Dorfschule hat sich viel getan: Mehrere Räume für die Dorfgemeinschaft im linken Gebäudeteil und des angrenzenden Feuerwehr-Domizils zur Rechten sind fast fertig. Stellenweise fehlen Wandverkleidungen. Die Treppengeländer werden in Kürze montiert. In Vorbereitung auf den Einbau eines Aufzuges, dessen Finanzierung noch offen ist, wurde bereits ein Fahrstuhlschacht eingebaut.

Das Gebäude, unter dessen Dach sich die gesamte Dorfgemeinschaft - von den "Sonntagsfußballern" über Seniorengruppen und Schießsportlern bis zu den Brandschützern - wohlfühlen soll, ist durch und durch praktisch aufgebaut. Feuerwehr und Vereine benutzen den selben Haupteingang. Zwischen dem großen Aufenthaltsraum, dem Ex-Klassenzimmer im Erdgeschoss und dem Schießstand gibt es eine breite Schiebetür, die bei größeren Veranstaltungen einfach geöffnet wird.

Im Obergeschoss soll unter anderem eine kleine Bibliothek und das Museum "Heimatstube" mit dem originalgetreuen Nachbau einer Dorfkneipe einziehen. Stolz auf die schmucke neue Fahrzeughalle der Feuerwehr ist Ortsbrandmeister Helmut Höft. Die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges ist ebenfalls anvisiert.
An der Außenhülle des "Dörpshus" fehlt noch der Putz. Unter Beteiligung Freiwilliger soll draußen ein gemütlicher Grillplatz errichtet werden. Eine Fachfirma soll in Kürze mit der Gartengestaltung beginnen.

"Zur Einweihung des 'Dörpshus' sollen die Außenanlagen picobello sein", sagt Reiner Klintworth. "Nicht zu zuletzt wegen des großen Ernteumzuges im Herbst werden wir alles daran setzen, das Gebäude von seiner besten Seite zu zeigen."
Nicht nur bei der körperlichen Arbeit, auch bei der Planung halfen Ehrenamtliche: Architekt Günter Holst und Zimmermeister Eric Klintworth haben einen Großteil ihrer Freizeit in die Konzeption des vielseitigen Hauses investiert.