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Das siebte war ein Wunschkind

Tanja Mausch und Marcel Meyer mit sechs von insgesamt sieben gemeinsamen Kindern (Foto: lt)
lt. Hollern-Twielenfleth. Wer die Geschichte von Tanja Mausch (27) und ihrem Freund Marcel Meyer (29) hört, der ist gewöhnlich erstmal stumm vor Staunen. Mit nicht mal 30 Jahren sind die Neu-Altländer bereits siebenfache Eltern und halten damit vermutlich den deutschen Rekord.
Als Jugendliche, nämlich mit 14 und 16, bekamen die beiden ihr erstes Kind, Tochter Celina (13). Danach wurden Kalvin (11), Kimberly (9), Adriana (8), Marcel (6) und Noel (3) geboren. "So richtig geplant waren die sechs nicht", gibt Tanja Mausch zu. Anders sei es bei Kind Nummer sieben gewesen. Sohn Lennart, der vor knapp zwei Jahren das Licht der Welt erblickte, sei ein richtiges Wunschkind gewesen.
Wenn Tanja Mausch mit ihren Kindern unterwegs ist, wird sie oft "doof angeguckt" oder gefragt, ob die Kinder wirklich alle zu ihr gehören, sagt die Ausnahme-Mutter. Viele würden zunächst denken, sie sei als Tagesmutter oder Kindergärtnerin tätig. Auch beim wöchentlichen Großeinkauf, bei dem schnell zwei Einkaufswagen voll sind, fällt die Familie auf.
"Wir kaufen immer gleich zehn Liter Milch und die reichen keine ganze Woche", sagt Tanja Mausch. Vor Kurzem ist sie mit ihrem Freund Marcel, der bald bei Firma Buhrfeind als Gehwegreiniger anfängt, von Hollenstedt nach Hollern-Twielenfleth gezogen.
Tanja Mausch hat selbst neun Geschwister und findet große Familien nicht ungewöhnlich. Die meisten Angehörigen wohnen rund um Stade, das sei auch ein Grund gewesen, in die Samtgemeinde Lühe zu ziehen.
Insgesamt hat die Familie sechs Zimmer. Die älteste Tochter Celina hat ihr eigenes Reich, die anderen Kinder teilen sich ihre Zimmer miteinander. "Die wollen aber auch gar nicht alleine schlafen", sagt Tanja Mausch.
Langweilig sei es jedenfalls nie. Auch weil nebenan Tanjas beste Freundin Diana Jelec mit ihren drei Kindern wohnt. Die beiden Frauen unterstützen sich gegenseitig und helfen sich beim Kochen oder im Haushalt. Und die Kinder spielen jeden Tag zusammen. "Wir verstehen uns immer", sagt Noel (3) und grinst dabei verschmitzt.
Einen Beruf hat Tanja Mausch übrigens nicht gelernt. Sie will aber gerne arbeiten gehen, wenn Nesthäckchen Lennart etwas älter ist. Der knapp Zweijährige war der Grund, warum die Familie jüngst ins Rathaus nach Steinkirchen eingeladen wurde. Samtgemeinde-Bürgermeister Michael Gosch überreichte den stolzen Eltern eine Urkunde des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der die Ehrenpatenschaft für das siebte Kind übernimmt. Dazu gab es eine Autogrammkarte von Steinmeier sowie 500 Euro. "Davon soll Lennart erstmal etwas Schönes bekommen", sagt Tanja Mausch.